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Göttinger Polizeipräsident empfängt Kendo-Großmeister

Besuch der Großmeister Göttinger Polizeipräsident empfängt Kendo-Großmeister

Mit japanischen Polizisten legt man sich besser nicht an: Sie könnten Kendo können – oder Judo, Karate oder andere Kampfsportarten. Fernöstliche Kampftechniken gehören zur Ausbildung der japanischen Polizei. Aber nicht, weil Verbrecher deshalb besser dingfest zu machen sind, sondern weil es den Charakter bildet, Disziplin und Selbstbeherrschung schult.

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Japanische Kendo-Meister bei der Göttinger Polizei.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das erklärt einer, der es wissen muss: Wataru Kondo ist Polizist. Er leitet in der Präfektur Tokushima das Polizeitraining und gehört wie Ex-Polizist  Shigeru Yonekura dem Präsidium des Kendo-Verbandes seiner Heimatstadt an.

Beide waren zu Gast bei Polizeipräsident Robert Kruse. Der musste zugeben: Kendo habe er auch probiert. Mit der jungen, schmächtigen Gegnerin habe er Mitleid gehabt. Die aber nicht mit ihm.

Der Kampfsport mit Stäben wird auch in Göttingen geübt: Beim Tuspo 1861 und in einer Hochschulgruppe, in der Übersetzer Taku Uchiyama trainiert. Der hat den dritten Dan. Göttinger Kendo-Kämpfer haben es bisher höchstens auf den zweiten Grad der Sportart gebracht. Die beiden Gäste hingegen, die sich bei den Göttinger Kollegen die Polizeiwache und die Kriminaltechnik ansahen, sind wahre Großmeister.

Sie haben den achten Dan, den höchsten Rang dieser Sportart, den außerhalb Japans niemand trägt. Weniger als ein Prozent der Prüflinge eines Jahrganges bestehen selbst in Japan diese höchste Kendo-Prüfung. Gewalt gegen Polizisten, über die der Polizeipräsident bei seiner Begrüßung der Gäste klagte, komme in Japan eigentlich nur in Großstädten vor, verrieten die Großmeister.

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