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Göttinger Post-Dieb: Ermittlungen auch in Neubrandenburg

Säckeweise Glückwunschkarten Göttinger Post-Dieb: Ermittlungen auch in Neubrandenburg

Viel Mühe hat er sich nicht gegeben, die Spuren seiner Taten zu beseitigen. Säckeweise hat der 22 Jahre alte Fahrer eines Servicepartners der Deutschen Post AG aufgerissene Briefe in den Wald geworfen, die er zuvor nach Geld durchwühlt hatte. Im Bereich Göttingen werden dem zuletzt in Neubrandenburg arbeitenden Mann 1100 Taten zur Last gelegt. Das ist aber längst nicht alles.

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Spurensuche: Hände eines Kriminaltechnikers und die Briefe.

Quelle: Polizei Neubrandenburg

Göttingen/Neubrandenburg. In der Region Neubrandenburg läuft ein weiteres Ermittlungsverfahren. Auch dort soll er weitere 1400 Postsendungen aufgerissen und durchsucht haben.

Der Kalender zeigte den 21. August 2012, als ein Jäger aus Rumpshagen im Müritzkreis nahe der Bundesstraße 192 in seinem Revier eine Entdeckung machte: ein Sack voller aufgerissener Post. Glückwunsch-, Einladungs- und Danksagungskarten, also alles, was sich von außen danach anfühlt, dass ein wohlwollender Absender einen Geldschein zwischen die gefalteten Pappdeckel geklemmt haben könnte, war geöffnet worden. Insgesamt 14 Müllsäcke mit rund 1400 solcher Sendungen lagen im Wald verstreut.

Hauptwohnsitz in Sachsen

Inzwischen ist ein Verdächtiger festgestellt worden, die Ermittlungen gegen ihn laufen aber noch, teilt Ulf Levermann, der leitende Oberstaatsanwalt in Neubrandenburg auf Tageblatt-Anfrage mit. Unter Verdacht stehe ein 22-Jähriger mit Hauptwohnsitz in Sachsen. Einzelheiten könnten aber noch nicht genannt werden, weil die Spurenauswertung noch laufe.

Postkästen im Bereich Dransfeld entleert

Etwa zur selben Zeit wie der Postfund an der Müritz waren auch im Raum Göttingen an der ICE-Trasse nahe dem Postverteilzentrum gefledderte Briefe gefunden worden. Hier kam man schnell auf einen 22-Jährigen, der regelmäßig die Tour mit Post aus dem Raum Neubrandenburg nach Göttingen fährt. Außerdem entleerte er auf seiner Route Postkästen im Bereich Dransfeld. Und auch hier waren massenhaft aufgegebene Briefe verschwunden. Mit präparierten Sendungen haben Mitarbeiter eines postinternen Ermittlungsdienstes den Post-Dieb schließlich überführt.

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Logistikzentrum Lutterberg nicht betroffen

Es war zunächst nur eine Randnotiz der polizeilichen Kriminalstatistik: 1100 Wertsendungen der Post-Tochter DHL seien im Sommer 2012 verschwunden. Polizei und Staatsanwaltschaft haben das am Montag korrigiert: Es waren nicht Wertsendungen der DHL aus dem Logistikzentrum Lutterberg, sondern normale Briefsendungen aus und für das Briefverteilzentrum Göttingen.

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