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Göttinger Radler baut in Südamerika Schule für Wayúus

Siedlung Göttinger Radler baut in Südamerika Schule für Wayúus

Der Göttinger Gustavo Morales de Moreno bricht am Sonnabend, 12. September, nach Südamerika auf. In einer Siedlung am Kap Punta Gallinas in Kolumbien will er eine Schule einrichten.

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Gustavo Morales de Moreno will in Kap Punta Gallinas eine Schule errichten.

Quelle: EF

Göttingen/Punta Gallinas. Vor fünf Jahren hat Morales de Moreno ein Radtour durch Südamerika unternommen. Ein Jahr lang war der gebürtige Kolumbianer mit dem Rad unterwegs, sein Weg führte ihn damals zum ersten Mal zum Kap Punta Gallinas. Einen Monat lang nahmen ihn die Bewohner einer Siedlung am nördlichste Punkt der Guajira-Halbinsel, Punta Gallinas, bei sich auf. Sie gehören zum indigenen Volk der Wayúus. „Ich war überwältigt von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft dieser bitterarmen Menschen“, erzählt Morales de Moreno. Als Gegenleistung unterrichtete er die Kinder, sie hatten damals keinen Lehrer. Zurück in Deutschland gründete der Kolumbianer, der seit vielen Jahren in Göttingen wohnt, den „Partnerschaftsverein für Entwicklungsförderung in Lateinamerika – Pelan“ mit dem Ziel, die Wayúus zu unterstützen.

 
Seinen Plan, eine Schule für die Kinder zu bauen, will er jetzt realisieren. Denn bislang müssen die Schulkinder zu Fuß in den größeren Ort Bahia Hondita. Zwar beträgt ein Weg nicht mehr als drei Kilometer. Doch bei Temperaturen um 40 Grad falle jeder Schritt schwer, sagt Moreno Morales. 7000 Euro koste der Bau mit einem Klassenraum und einem Nebenraum für den Lehrer. Dort soll der in der Woche wohnen. Eine Einheimische stelle das Grundstück für die Schule, die Eltern der Kinder packten mit an. In drei Wochen soll das Gebäude stehen.

 
Von seiner Mutter habe er seine soziale Ader geerbt, erzählt der Vater von vier Kindern. Lange habe sie eine Kooperative für Kredite an Menschen betrieben, die mehr aus ihrem Leben machen wollten. Für die Wayúu würde Morales de Moreno gern die Hühnerhaltung einführen. Auf ihrem Speisezettel steht fast immer Ziege. In seinen Unterlagen hat der Idealist eine Beschreibung für Pflanzenkübel in der Wüste. Fasziniert ist er außerdem von der Idee, eine Meerwasserentsalzungsanlage für sie umzusetzen.

 
Nähere Infos gibt Morales de Moreno per E-Mail an gustavomoreno70@hotmail.com.

Von Ute Lawrenz

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