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Göttinger Rat gibt Weg für zwei neue Hallen frei

Konjunkturprogramm Göttinger Rat gibt Weg für zwei neue Hallen frei

Zwei Großprojekte wird die Stadt Göttingen über das Konjunkturprogramm II des Bundes verwirklichen: ein neues Multifunktionsgebäude in Weende und eine neue Sporthalle an der Godehardstraße. Hinzu kommen Investitionen im Schulbereich. Gestern hat der Rat der Stadt das Paket in Höhe von gut zehn Millionen Euro beschlossen.

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Weender Festhalle

Quelle: Swen Pförtner

Erst zwei Tage vor der Ratssitzung war sicher, dass die Stadt ihr Wunschpaket über die sogenannte Investitionspauschale realisieren kann. Bis zur Sitzung des Finanzausschusses am Dienstag gab es noch drei Investitionsvarianten. Wäre die Weender Halle nicht förderfähig gewesen, hätte die Stadt etliche kleinere Projekte umgesetzt. Inzwischen sei klar, dass die Förderrichtlinien den Kommunen im Pauschalbereich „viel Bewegungsfreiheit“ ließen, erklärte Kämmerer Hans-Peter Suermann.
Damit ist ein Ersatzbau für die marode Weender Festhalle gesichert. Ein Projekt, das SPD, Grüne, CDU und Linke mit tragen. Ohne die Sonderzuschüsse ließen sich so große Projekte wahrscheinlich nie finanzieren, sagte SPD-Fraktionschef Tom Wedrins. Das Mehrzweckgebäude sei eine große Chance für Weende. Die FDP stimmte gegen das Paket und den erforderlichen Haushaltsnachtrag. Sie hätte lieber die alte Weender Halle saniert, bekräftigte Wolfgang Thielbörger noch einmal in der Ratssitzung. Die CDU trage das Paket mit, so Fraktions-chef Fritz Güntzler. Es sei schlüssig begründet und es gebe auch eine sehr gute Lösung für den Ortsteil Weende.
Mit dem Neubau in Weende könnten nach Aussage der Befürworter gleich drei Probleme mit einem Schlag gelöst werden: die Raumnot der überfüllten Förderschule am Tannenberg, der Bedarf an Hortplätzen sowie ein Pausen- und Mensaraum für die Hainbundschule. Platz und Einrichtungen dafür soll ein teilweise zweigeschossiger Neubau an Stelle der alten Festhalle bieten. Und die etwa 365 Quadratmeter große Pausenhalle könne dann auch noch für größere Veranstaltungen der Weender genutzt werden. Auf Nachfrage der CDU versicherte die Verwaltung, dass die Halle bei Bedarf vom Schulbetrieb abgetrennt werden könne und einen separaten Eingang sowie separate Toiletten bekommen werde.
Unstreitig ist der ebenfalls vorgesehene Neubau einer Sporthalle an der Godehardstraße – für große Sportveranstaltungen und den Sportunterricht am Otto-Hahn-Gymnasium. Dieser wird etwa sechs Millionen Euro kosten. 2,35 Millionen werden über das Konjunkturprogramm finanziert, den Rest bringt die städtische Sport- und Freizeit GmbH auf. Etwa 4,75 Millionen Euro wird der Weender Neubau kosten – fast vollständig finanziert über das Konjunkturpaket. Aus dem Pauschaltopf stehen 7,1 Millionen Euro einschließlich des städtischen Eigenanteils zur Verfügung.
Über das zweite Schwerpunktprogramm für Investitionen für Schulen sollen zumindest einige weitere Projekte realisiert werden: zum Beispiel energetische Sanierung und modernere Unterrichtsräume in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (1,5 Millionen Euro) sowie Sanierungen an den Turnhallen Grätzelstraße, Jahnschule und Theodor-Heuss-Gymnasium (zusammen 1,12 Millionen Euro). Für ihren Eigenanteil muss die Stadt zusätzlich 2,3 Millionen Euro über Kredite finanzieren.

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