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Rats-SPD für Rock-Kreisel

Göttingen Rats-SPD für Rock-Kreisel

Nach langem Hin und Her spricht sich die SPD-Ratsfraktion dafür aus, Verkehrskreisel im Stadtgebiet nach berühmten Rockmusikern zu benennen. Der Vorschlag geht auf die Weender SPD und vor allem auf SPD-Mann und Rockfan Horst Reinert zurück.

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Die Initiatoren der Göttinger Rockkreisel schlagen neben John Lennon auch Buddy Holly, Janis Joplin, Kurt Cobain, Amy Winehouse, Jimi Hendrix, Freddie Mercury, B.B. King oder Jeff Hanneman als Namensgeber für die Göttinger Rockkreisel vor.

Quelle: Heller

Göttingen. Die SPD möchte die Verwaltung beauftragen, „sich dafür einzusetzen, dass die Kreisverkehre mit Mittelinsel im Stadtgebiet nach verstorbenen Blues-, Beat- und Rock-Musikerinnen und -Musikern benannt werden. Die entsprechenden Schilder sollten in ausreichender Größe so angebracht werden, dass sie bei Einfahrt in den Kreisel zu lesen sind.“ Zur Auswahl der Namen möchte die SPD „eine Kommission aus örtlichen Musikerinnen, Musikern und Aktiven der Musikszene“ bilden.

Zahlreiche Straßen im Stadtgebiet seien nach verdienten Personen des öffentlichen Lebens aus der Politik, Wissenschaft, Kunst und Musik benannt, begründet die SPD. Bei den Musikern, nach denen städtischen Straßen benannt wurden, „handelt es sich jedoch fast ausnahmslos um Komponisten der so genannten Klassischen Musik“. Inzwischen seien „ganze Generationen“ von Göttingern mit einer anderen Musik aufgewachsen – der Rock- und Popmusik, die für sie viel wichtiger sei.

Überregionales Aufsehen hatte die Weender SPD mit einer Rockkreisel-Spontanaktion im Oktober vergangenen Jahres erregt. Ohne Absprache mit der Stadt stellte sie auf der Mittelinsel des nördlichen Kreisverkehrs im Weender Lutteranger ein Schild mit der Aufschrift „John-Lennon-Kreisel“ auf, das Reinert auf eigene Kosten hatte anfertigen lassen und schon lange bei der Göttinger Rats-SPD auf einen entsprechenden Antrag gedrängt hatte.

Bei der Stadtverwaltung kam die Spontanbenennung indes nicht gut an. Sie kritisierte, die Initiatoren wollten nur ihre eigenen musikalischen Vorlieben durchsetzen. Weil aber alle Bürger betroffen seien, gehöre die Diskussion um die Benennung von Straßen und Plätzen oder auch von Kreiseln in die städtischen Gremien.

Lange dauerte die Verärgerung der Verwaltung allerdings nicht an: Nur Tage nach seiner Aufstellung wurde das Banner gestohlen.

In den städtischen Gremien landet das Thema Göttinger Rockkreisel nun doch. Der SPD-Antrag steht auf der Tagesordnung des Kultur- und Wissenschaftsausschuss am Donnerstag, 19. Januar. Sitzungsbeginn in Raum 126 des Neuen Rathauses ist um 16.30 Uhr.

Am Ende muss der Rat der Stadt über den SPD-Vorstoß entscheiden. Für die konkreten Kreiselbenennungen sind jedoch die Ortsräte zuständig, erklärt die Verwaltung.

Lemmy, John und Amy

Die Initiatoren der Göttinger Rockkreisel schlagen neben John Lennon auch Buddy Holly, Janis Joplin, Kurt Cobain, Amy Winehouse, Jimi Hendrix, Freddie Mercury, B.B. King oder Jeff Hanneman als Namensgeber für die Göttinger Rockkreisel vor. Kürzlich kamen aus gegebenem traurigem Anlass noch Lemmy Kilmister von Motörhead und David Bowie dazu.

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