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Göttinger SPD sieht Patientenberatung in Gefahr

Ratsfraktion fordert in Antrag Göttinger SPD sieht Patientenberatung in Gefahr

Die SPD-Ratsfraktion sieht die Unabhängige Patientenberatung (UPD) und damit auch die Beratungsstelle in Göttingen in Gefahr. In einem Antrag appelliert sie an die Verwaltung der Stadt Göttingen, darauf einzuwirken, die UPD zu erhalten.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Hintergrund ist die derzeit laufende Neuvergabe des Auftrages für eine Patientenberatung in Deutschland. Derzeit hat diesen die UPD inne, hinter der der Sozialverband VdK, der Bundesverband der Verbraucherzentrale und der Verbund unabhängige Patientenberatung stehen. Die UPD berate rund 80 000 Menschen im Jahr neutral, kompetent und kostenfrei, heißt es im Antrag der SPD. Das Angebot umfasse 21 regionale Beratungsstellen.

Die UPD wird finanziert durch die Spitzenverbände der Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen. Laut SPD soll die SPD ab 2016 für sieben Jahre neu vergeben werden. Derzeit sehe es danach aus, als ob der Spitzenverband der Krankenkassen den Auftrag an ein Call-Center vergeben wollen.

Die Schließung der unabhängigen Patientenberatung in Göttingen würde nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch einer qualitätsvollen Beratung bedeuten, so die SPD: „Hier soll eine etablierte, anerkannte und mitunter den Krankenkassen unbequeme Patientenberatung zu einem willfährigen Dienstleister auf der Lohnliste der Krankenkassen umfunktioniert werden.

Die Kassen stellen mit diesem Vorhaben einmal mehr unter Beweis, dass sie an einer neutralen und sachgerechten Information von Patienten und Versicherten kein echtes Interesse haben.“ Auch die Verwaltung äußert sich in ihrer Vorlage skeptisch zu einer Vergabe der Patientenberatung an den Konzern Sanvaris. Auch aus Verwaltungssicht erscheine es „sinnvoll und zielführend“, gegenüber dem Bundesgesundheitsministerium zu intervenieren und auf die drohende Schließung der Beratungsstelle in Göttingen hinzuweisen.

Mit dem Thema befasst sich der Sozialausschusses am Dienstag, 14. Juli. Das Gremium tagt um 16 Uhr in Raum 126 im Neuen Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4. Auf der Tagesordnung stehen außerdem Berichte zur Unterbringung von Flüchtlingen im Gebäude des ehemaligen Instituts für den Wissenschaftlichen Film, zur Flüchtlingsbetreuung durch den SC Hainberg, zur Arbeit des Frauenhauses, zur Straßensozialarbeit des Diakonieverbandes sowie zum Projekt „Inklusion Bewegen“.

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