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Göttinger Schüler organisieren Polit-Talk zur Ukraine-Krise

„Verdammt unbefriedigend“ Göttinger Schüler organisieren Polit-Talk zur Ukraine-Krise

Sind die Friedensbemühungen Deutschlands in der Ukraine-Krise ohne militärische Intervention ausreichend? Warum steht die Welt „scheinbar so hilflos“ dem terroristischen IS gegenüber? Und ist die Sicherheit in Deutschland akut durch Terroristen gefährdet?

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Schulleiter Michael Brüggemann begrüßt die Podiumsrunde mit Trittin, Delius, den Schülern Lina Rees und Manuel Vollbrecht, Theuvsen, Oppermann und Schülerin Johanna Schön.

Quelle: EF

Göttingen. Drei Fragen zu Themenkomplexen, die schon jede für sich einen Diskussionsabend füllen könnte. Drei Fragen mit Nachfragen, die Schüler aus dem zwölften Jahrgang am Felix-Klein-Gymnasium trotzdem erfolgreich in nur einen Abend gepackt haben, um sie mit „hochkarätigen Experten“ zu diskutieren.

Am Dienstagabend standen ihnen vor mehr als 80 Zuschauern Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker, der CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Agrarökonom Ludwig Theuvsen sowie die  Göttinger Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Jürgen Trittin (Grüne) Rede und Antwort. Und die waren sich in ihren Positionen zu den gut vorbereiteten Fragen der Schüler eines Politik-Wirtschafts-Kurses oft einig, auch wenn es Dispute gab.

Ein Beispiel aus der Debatte zur Ukraine-Krise: Bei der Annexion der Krim „ging es Russlands Präsidenten Putin allein darum, seine Großmacht zu sichern“, sagte Oppermann. „Die Minderheiten dort haben vorher nie interessiert“, ergänzte Delius. Trittin sieht im Vorgehen Putins in der Ukraine eher das Ziel, seine Herrschaft gegen den Zerfall der einst befreundeten Staaten nach innen zu sichern.

Theuvsen sieht eine Gemengelage als Auslöser der Ukraine-Krise. Oppermann ist sich zudem  sicher, dass sich dieser Konflikt „auf keinen Fall militärisch lösen lässt“ und setzt weiter auf Deeskalation, Diplomatie und Sanktionen. Trittin sieht es ähnlich, „und die Sanktionen müssen dabei sehr klug gegen die Machthaber in Russland eingesetzt werden“. Auch für Theuvsen zählt  hier nur eine politische Lösung. Für Delius sind die bisherigen Friedensbemühungen der Nato-Staaten mit Blick auf die vielen Vertriebenen und Toten „aber doch verdammt unbefriedigend“.

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