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Göttinger Seniorinnen entwickeln Miniatur-Ausstellung

Aktionszentrum Göttinger Seniorinnen entwickeln Miniatur-Ausstellung

Gesellschaftskritische und aktuelle Themen haben Seniorinnen des GDA-Wohnstifts umgesetzt. Auch den Kreislauf des Lebens. Ziel war es, eine Miniatur-Ausstellung für den Göttinger Kunstverein zu entwickeln – aus Sicht eines Künstlers und eines Kurators.

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Gesellschaftskritische und aktuelle Themen haben Seniorinnen des GDA-Wohnstifts umgesetzt. Auch den Kreislauf des Lebens.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Dabei sind Erinnerungen und Erfahrungen langer Leben eingeflossen. Künstlerische Antworten auf die Frage, was sie im Moment bewegt.

Steffen Mutschler ist Bühnenbildner und hat für dieses Projekt ein Modell einer Ausstellungsfläche des Kunstvereins angefertigt. Mit Achtklässlern der Integrierten Gesamtschule Bovenden hat er bereits an diesem Thema gearbeitet. Sie haben sich vor allem mit den Themen Konsum, Kinderarbeit und Massentierhaltung auseinandergesetzt.

Anschließend gestaltete  eine Erwachsenengruppe des Göttinger Kommunikations- und Aktionszentrums (Kaz) eine Ausstellung. Sie fokussierten sich auf die syrische Heimat und Themen wie Zeit und Geld.

Das Kaz ist bei diesem Projekt Kooperationspartner des Kunstvereins. Anne Moldenhauer, die in beiden Vereinen aktiv ist, erklärt die Idee: „Wer bestimmt eigentlich, was Kunst ist und was gezeigt wird?“ Es galt, diese Diskussion mit dem Ziel zu verbinden, unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen einen Zugang zu zeitgenössischer Kunst zu schaffen.

Anne Tegtmeier ist 92 Jahre alt und hat bei diesem Projekt viel über das Leben nachgedacht. In ihrem Ausstellungsraum stehen Miniaturen von Schultüte, Ranzen, einem tanzenden Paar und einem Oma-Sessel, wie sie ihn nennt. Die 97-jährige Dorothea Löser hat vor dem Treffen Materialien aus der Natur gesammelt und das Werden und Vergehen in der Natur dargestellt. Sehr aktuell ist der Ausstellungsraum von Hannelore Eibach. Sie hat sich für ein zeitgenössisches Thema entschieden und ein Flüchtlingsboot auf dem Meer „Zwischen Hoffnung und Verzweiflung“ visualisiert.

Jeder Raum erzählt eine besondere Geschichte. Darüber sprechen auch die Künstler, wenn sie zur Ausstellungseröffnung des gesamten Projekts am Sonntag, 1. November, ab 11.30 Uhr ins Alte Rathaus kommen. Die Ausstellung ist bis Sonnabend, 21. November, zu sehen.

kw

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