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Göttinger-Sieben-Denkmal: „Es stört ja nicht“

Umfrage Göttinger-Sieben-Denkmal: „Es stört ja nicht“

Seit Anfang der Woche nimmt das neue Denkmal für die Göttinger Sieben vor dem Bahnhof Gestalt an. Das aus Granitplatten bestehende Objekt trägt auch die Namen der sieben revoltierenden Professoren und den von Christiane Möbus. Die Künstlerin ist begeistert von ihrem Werk. Doch was denken die Göttinger über das neue Denkmal?

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Millimeterarbeit: Das Denkmal am Bahnhof nimmt Gestalt an.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Eberhard Güster sagt: „Als erstes halte ich viel davon, nicht so viel zu meckern, was die Göttinger gerne machen. Ich finde es gut, dass ein positives Bild der Göttinger Sieben geschaffen wird. Und dass der Künstlername direkt unter denen der Göttinger Sieben steht, finde ich absolut sekundär.“

 
„Klasse!“, das ist seine spontane  Antwort auf die Frage, und dann holt Werner Große aus: „Ich denke, dieses Denkmal bietet sehr viel gedankliches Potenzial und wird in der Bevölkerung bislang weitestgehend unterschätzt. Der Sinn des Denkmals scheint dort noch nicht angekommen zu sein. Ich bin sehr gespannt, was noch alles mit diesem Denkmal geschieht. Vielleicht läuft es ja eines Tages dem Gänseliesel den Rang ab. Wer weiß das schon?“ Des Weiteren gibt Große zu bedenken, dass das Pferd absichtlich fehle, die Fußspuren aber oben auf dem Sockel zu sehen sein werden. Das biete sicher einen großen Anreiz, das Denkmal zu erklimmen. „Dass der Name der Künstlerin genauso groß und direkt unter den Namen der Göttinger Sieben steht, finde ich vollkommen berechtigt. Sie hat viel geleistet und musste viel Kritik ertragen. Zivilcourage verdient Anerkennung“, rechtfertigt Große die Entscheidung von Christiane Möbus.

 
„Noch eins?“ Das ist die erste Reaktion von Amanda und Kathi, die ihren Nachnamen nicht nennen wollen. Und dann fügen sie an: „Also es stört ja nicht. Nur die Platzierung ist ungünstig, der Bahnhofsvorplatz sieht dadurch asymmetrisch aus. Hässlich ist es nicht, aber auch kein besonderes Highlight. Wir sehen es relativ neutral. Man hätte das Geld sicherlich besser verwenden können, aber trotzdem ist es eine schöne Sache zur Erhaltung der Kultur.“ Christiane Bansemer ist ähnlicher Meinung: „Das braucht die Welt nicht. Natürlich ist es toll, deutsches Kulturgut zu erhalten und Neues zu schaffen, aber das Geld hätte sicherlich besser verwendet werden können, vor allem mit Blick auf die derzeitige Lage. Deswegen kann ich die Rührung der Künstlerin nicht so ganz nachvollziehen.“

 

Von Kira Gilster

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