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Göttinger Sieben-Denkmal: Grundsteinlegung für den Sockel

Thema im nächsten Kulturausschuss Göttinger Sieben-Denkmal: Grundsteinlegung für den Sockel

Das Fundament für den Sockel ist gegossen. Es härtet gerade aus. Dort, wo derzeit auf dem Bahnhofsvorplatz in Göttingen noch ein Bauzaun steht, soll im August das fertige Denkmal für die Göttinger Sieben stehen. Alle Arbeiten seien im Zeitplan, sagte Matthias Dreyer, Verwaltungsleiter bei der Niedersachsenstiftung, die die Aufstellung organisiert.

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Das Fundament ist gegossen. Am 25. Juni soll der Grundstein für den Sockel gelegt werden.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Eine Grundsteinlegung mit Vertretern der Denkmalstifter, der Stadtverwaltung, der beteiligten Handwerksfirmen und der Stiftung ist für Donnerstag, 25. Juni, um 11.30 Uhr geplant.

 
 Danach soll das Innenleben aus drei hohlen Betonquadern aufgebaut werden. Dieses werde dann von außen mit Granitplatten verkleidet, erläuterte Dreyer. Anders als ursprünglich geplant stammen die Natursteine nicht aus einem reaktiviertem Steinbruch im Harz sondern aus Portugal. Zum Schluss bekommt das Denkmal als Abschluss eine Bronzeplatte.

 
 In Form, Farbe, Material und Größe soll der Göttinger Sockel, der von der Künstlerin Christiane Möbus entworfen worden ist, identisch sein mit dem Sockel des Reiterstandbild König Ernst Augusts I. vor dem Bahnhof in Hannover. Einzig Ross und Reiter fehlen beim Göttinger Denkmal, das 2,5 mal 4,1 mal vier Meter misst. Auf einer Seite steht der Schriftzug „Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“, auf der gegenüberliegenden Seite sind die Namen der Göttinger Sieben zu lesen, jener Professoren, die 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover protestierten und daraufhin von König Ernst August I. entlassen wurden. Ergänzt hat Möbus diese Aufzählung mit ihrem eigenen Namen.
Die Kosten beziffert Dreyer auf 480000 Euro. Die zusätzlichen für das Fundament übernimmt die Stadt Göttingen. Die Verwaltung rechnet mit einem Betrag „im unteren vierstelligen Bereich“. Auch die Unterhaltung des Denkmals zahlt anschließend die Stadt.

 
Bei dem Sockel handelt es sich um ein Geschenk mehrerer Stifter an die Stadt Göttingen. Zu ihnen gehören neben Andreas Büchting, Aufsichtsratsvorsitzender der Einbecker KWS Saat AG, unter anderem Ottobock-Chef Hans Georg Näder, Kunstmäzen und Verleger Tete Böttger, Rechtsanwalt Jürgen Beyer und Immobilienmaklerin Gesa Baum-Beyer, Verlegerin Christiane Freudenstein-Arnold sowie der Soziologe Michael Schumann. Die Ratsentscheidung über die Annahme des Geschenks fiel im Juli 2014 bei 22 Ja-Stimmen zu 19 Gegenstimmen knapp aus.

 
Bereits am Dienstag befasst sich noch einmal der Kulturausschuss des Rates mit dem Denkmal. Dabei geht es um ein Informationstafel im Boden, die die Intention des Denkmals und den Zusammenhang zwischen den Göttinger Sieben und König Ernst August erläutern soll. 

 
Die Sitzung des Kulturausschusses beginnt am Dienstag, 23. Juni, um 16.30 Uhr im Sitzungsraum 126 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4.

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