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Göttinger Straßensozialarbeit eröffnet neue Räumlichkeiten im Tilsiter Weg

„Elend überwinden und Würde bewahren“ Göttinger Straßensozialarbeit eröffnet neue Räumlichkeiten im Tilsiter Weg

Knapp zweieinhalb Monate ist es her, dass die Straßensozialarbeit vom Rosdorfer Weg in die Tilsiter Straße in der Südstadt gezogen ist. Am Sonnabend feierte die diakonische Einrichtung offiziell die Eröffnung. „Wir sind total zufrieden“, erzählt Sozialarbeiterin Steffi Leik.

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Göttinger Straßensozialarbeit eröffnet neue Räumlichkeiten im Tilsiter Weg

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Die Räumlichkeiten seien frisch renoviert, außerdem verfügt die Teestube, Dreh- und Angelpunkt für soziale Aktivitäten in den Räumen der Straßensozialarbeit, nun über einen abgetrennten Raucherbereich.

„Das war früher natürlich schwer für Nichtraucher oder Mütter mit Kindern.“

Die Straßensozialarbeit kümmert sich um die Nöte von Wohnungslosen aus dem gesamten Stadtgebiet. Sie bietet neben sozialen Kontakten, der Möglichkeit zu Duschen und Wäsche zu waschen auch warme Mahlzeiten, die von einem ehrenamtlichen Koch zubereitet werden, und Gesundheitsversorgung durch einen Arzt im Ruhestand an.

Eine der wichtigsten Einrichtungen erklärt Sozialarbeiterin Leik, sei aber die Poststelle. „Hier können Menschen ohne Wohnung unsere Adresse als Meldeadresse angeben – die Voraussetzung, um Sozialhilfe, Rente und letztendlich wieder eine eigene Wohnung zu bekommen.“ Die Sozialarbeiter helfen auch bei der Beantwortung von Behördenpost. Der alte Standort am Rosdorfer Weg wurde gemeinsam mit dem Verein Förderer der Straßensozialarbeit Göttingen betrieben.

„Wir hoffen, eine weitere Zusammenarbeit mit dem Förderverein auf die Beine stellen zu können“, sagt Jörg Mannigel, Geschäftsführer des Diakonieverbandes des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Göttingen. Auch die Zusammenarbeit innerhalb des Verbandes soll intensiviert werden. „Viele Angebote können sich gegenseitig ergänzen.“ Alles für ein Ziel, wie es Pastor Thomas Harms ausdrückt: „Elend überwinden und Würde bewahren.“

Von Benjamin Köster

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