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Göttinger Studenten haben 15 Bienenvölker an drei Standorten

Honig aus dem Wohnheim Göttinger Studenten haben 15 Bienenvölker an drei Standorten

Studenten der Georg-August-Universität stellen selbst Honig her. Aus bloßer Neugier entwickelte sich schnell ein Projekt mit größerem Anspruch. Inzwischen sind drei Wohnheime teil der Aktion. Gute Erträge versüßen die Arbeit.

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Studentische Nachwuchsimker: v.l.:Wolfgang Stauber, Kim Krause, Lukas Sänger, Geritt Meers, Augusto Brandenburg, Astrid Kameke und Lisa Nädler.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Fleißig summen die Bienen um ihre Kästen herum. „Heute sind sie relativ friedlich“, stellt Kim Krause fest.

Er und sein Kommilitone Augusto Brandenburg starteten vor fünf Jahren das Projekt. Angefangen hatte alles mit einem Kurs zum Imkern bei der Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kunst (HAWK). „Zuerst wollten wir nur wissen, wie es geht, aber dann wollten wir auch mehr bewegen“, erzählt Brandenburg.

An drei Studentenwohnheimen, im Kellnerweg, im Albrecht-Thaer-Weg und in der Akademischen Burse, gibt es mittlerweile 15 Bienenvölker. Inzwischen kann sich auch die Honigausbeute sehen lassen. „Etwa 310 Kilo haben wir dieses Jahr schon geschleudert“, sagt Brandenburg. Dabei haben die Studenten auch schon große Unterschiede in Konsistenz und Farbe beobachtet.

Der Honig sehe in jedem Jahr anders aus und schmecke auch anders. Außerdem habe jedes Wohnheim seinen eigenen Honig. Und das, obwohl die Gebäude teils nur knapp einen Kilometer auseinander liegen. Im Wohnheim sei der Honig sehr begehrt. „Besonders zu Weihnachten ist er ein beliebtes Geschenk“, sagt Garrit Meers.

Studenten der Georg-August-Universität stellen selbst Honig her. Aus bloßer Neugier entwickelte sich schnell ein Projekt mit größerem Anspruch. Inzwischen sind drei Wohnheime teil der Aktion. Gute Erträge versüßen die Arbeit. © Hinzmann

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Doch es geht den Studenten nicht nur um den Honig. „Das Ganze soll auch einen didaktischen Charakter haben“, sagt Brandenburg. Ziel sei auch mehr Sensibilität für die Natur zu schaffen. Laien seien herzlich eingeladen, am Projekt teilzunehmen. Voraussetzung sei aber der Imker-Kurs an der HAWK.

„Jedem soll das Imkern ohne Kosten und zeitliche Probleme ermöglicht werden“, erklärt Brandenburg weiter. Dank der gesicherten Finanzierung konnten die Studenten im Albrecht-Thaer-Weg einen Kellerraum mit professionellem Material ausstatten. So kann Honig selbst geschleudert werden, und auch das Wachs verarbeiten die Studenten selbst. Durch die Verwaltung in der Gruppe sei immer jemand da, der sich um die Bienen kümmert.

Aber auch die studentischen Imker haben mit Problemen wie der Varroamilbe oder Kälte zu kämpfen. „Das macht allerdings auch den Spaß aus, zu sehen, wie die Bienen auf die Natur reagieren“, findet Lisa Naedler. „Wir wollen für Nachwuchs sorgen und unser Wissen weitergeben“, ergänzt Brandenburg zur Zukunft des Projekts.

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