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Göttinger Studierende veranstalten WG-Tour für Erstsemester

„Mal was anderes“ Göttinger Studierende veranstalten WG-Tour für Erstsemester

Es ist O-Phase in Göttingen. Das steht für Orientierungsphase und soll neuen Studierenden den Einstieg ins Studium erleichtern. Kommilitonen aus höheren Semestern haben die Neuen begleitet und erklärt, wie man sich einen Stundenplan bastelt, den richtigen Hörsaal findet oder sich in der richtigen Mensa-Schlange anstellt.

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Gut organisiert: Guido, Franziska, Laura, Dominik, Merle und Ines (von links) veranstalten die O-Phasen WG-Tour.

Quelle: Köster

Göttingen. Oftmals aber auch dabei: Trinkspiele mit manchmal fragwürdigem Charakter oder nicht enden wollende Touren durch die Kneipen der Stadt.

Die Fachgruppe Kulturanthropologie hat da einen kreativeren Weg gefunden. Sie tourt mit ihren Erstsemestern durch verschiedene Wohngemeinschaften der älteren Kommilitonen.

„Wir sind ein sehr kleines, sehr familiäres Institut. Da passt es einfach, die Neuen gleich nach Hause einzuladen“, erklärt Laura Marie Steinhaus das Konzept der WG-Tour. Sie selbst war vor einem Jahr noch als Erstsemester bei der Tour dabei und organisiert jetzt mit einigen anderen Kommilitonen die neue O-Phase. „Das war damals total klasse, wir haben alle nicht erwartet, gleich privat eingeladen zu werden.“

„Viel intimer“

Guido Böning, der im zweiten Jahr im Organisationsteam dabei ist, ergänzt: „Wir hatten letztes Jahr nur gute Erfahrungen. Es ist einfach mal etwas anderes, als nur von Kneipe zu Kneipe zu tingeln. Viel intimer.“

Das findet auch Harriet Smith. Sie beginnt jetzt ihr Studium der Kulturanthropologie und Religionswissenschaften: „Ich verstehe nicht so ganz, warum alle immer meinen, dass sie in der O-Phase so krass saufen müssen.“ Und: „Hier läuft das alle viel persönlicher. Man kann auch mal ganz in Ruhe Fragen stellen, und es gibt keine dummen Spiele, bei denen Leute dazu gebracht werden, sich auszuziehen oder ähnliches.“

Dem stimmt Annika Friess, ebenfalls Erstsemester, zu. „Hier wird man einfach zu nichts gezwungen, es gibt keinen Gruppenzwang.“ Kommilitonin Michelle Bappert ergänzt: „Es ist einfach entspannt, angenehm.“ Angenehm geht es tatsächlich zu an der dritten WG-Station des heutigen Abends. Die Wohnung ist gut gefüllt, die Gastgeberin Ines Bienert hat Snacks und Bowle vorbereitet.

Konzept geht auf

Nach etwa zwei Stunden haben die Organisatoren fast schon Mühe die Erstsemester zum weiterziehen zu bewegen. Schließlich steht noch eine weitere Station auf dem Plan.

Das Konzept, das sich die Organisatoren der Kulturanthropologie-O-Phase überlegt haben, scheint aufzugehen. Bis zum späten Abend sind noch mehr als 30 Studierende auf Tour.Bei einem Studiengang mit gerade einmal 82 Erstsemestern eine gute Quote.

„Viele haben wohl nicht erwartet, dass wir uns soviel Arbeit machen und sind positiv überrascht“, vermutet Franziska Rocholl aus dem Orga-Team, bevor es weiter zur nächsten und letzten Station geht. Wiederholung im nächsten Jahr ist sehr wahrscheinlich.

Von Benni Köster

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