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Göttinger Tafel und Foodsharing kooperieren

Lebensmittel vor dem Wegwerfen retten Göttinger Tafel und Foodsharing kooperieren

Die Göttinger Tafel arbeitet ab sofort eng mit der Internet-Plattform foodsharing.de und ihrer lokalen Organisation zusammen. Die Tafel erhofft sich davon, noch mehr genießbare Lebensmittel vor dem Wegwerfen retten zu können.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Während die Göttinger Tafel von festen Kooperationspartnern nicht mehr verkäufliche, aber einwandfreie Lebensmittel einsammelt und an Bedürftige abgibt, kann bei Foodsharing jedermann Lebensmittel abgeben, die ebenfalls von jedermann abgeholt werden können, erklären Tafel-Geschäftsführerin Martina May und Mariana Rojas-Arteagan von Foodsharing die unterschiedlichen Arbeitsweisen. Gemeinsames Ziel ist dabei, das Wegwerfen völlig einwandfreier Lebensmittel zu verhindern.

Das Problem für die Tafel: Nicht selten werden nicht alle Tafel-Lebensmittel von Bedürftigen abgeholt. Diese Reste, erläutert May, müsste die Tafel eigentlich wegwerfen. Mit der neuen Kooperation sollen diese Lebensmittel jedoch an Foodsharing zum Weiterverteilen übergeben werden. Dessen Anlaufstelle ist der Weltladen in der Nikolaistraße 10, wo Foodsharing ein eigenes Regal aufgebaut hat, wo die Lebensmittel aufbewahrt.

Ein Problem haben auch die Göttinger Foodsharing-Organisatoren. In der Nikolaistraße gibt es keinen Kühlschrank für angelieferte verderbliche Waren, sagt Organisatorin Wiebke Girschner. Daher suchen Rojas-Arteagan und Girschner einen geeigneten Standort. Außerdem, sagt Girschner, „gibt es noch keine Lösung für die Stromkosten“. Wer eine Idee hat oder einen Standort anbieten kann, kann sich bei Foodsharing unter goettingen@lebensmittelretten.de melden.

90000 Nutzer

Foodsharing ist eine 2012 gegründete Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Die Aktivisten wollen Lebensmittel retten, die sonst weggeworfen werden. Anlieferung, Übersicht über das Angebot und Verteilung werden über das Internet organisiert ( foodsharing.de). Mittlerweile gibt es mehr als 90000 registrierte Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

300 „Botschafter“ steuern den Betrieb regional, 7500 „Foodsaver“ prüfen die Qualität der abzugebenden Lebensmittel. Nach Angaben von Foodsharing kooperieren mehr als 1600 Betriebe, bei denen bisher etwa 1600 Tonnen Kilogramm Lebensmittel vor der Verschwendung bewahrt worden sind. Täglich gebe es etwa 1000 Abholungen.

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