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Göttinger Tageblatt gibt Tipps für Weihnachtspop und -rock

Tipps von Redakteuren Göttinger Tageblatt gibt Tipps für Weihnachtspop und -rock

An diesem Wochenende beginnt die heiße Phase der Adventszeit, und passend dazu liefert die Tageblatt-Redaktion in diesem Jahr einen besonderen Dienst am Kunden: In der gedruckten Ausgabe geben Mitarbeiter des Tageblatts Tipps für Weihnachtsrock und -pop – und online bieten wir das Ganze gleich als fertige Playlist an. Wer mag, kann die Empfehlungen der GT- und ET-Kollegen direkt auf dem Computer abspielen.

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Mitarbeiter des Tageblatts geben Tipps für Weihnachtsrock und -pop. Queen geht zu jeder Jahreszeit und auch wenn‘s weihnachtet.

Quelle: dpa

Britta Bielefeld (bib) schickt Dean Martin mit „Rudolph the red nosed Reindeer“ ins Rennen. „Vier Wochen lang ist alles erlaubt, Sentimentaliäten, jede Menge Kalorien, heiße alkoholische Getränke, Schnee: Dinge, die den Rest des Jahres  über  völlig uninteressant sind. Vom ersten Advent an bis Weihnachten herrscht emotionaler Ausnahmezustand. Der passende Soundtrack dazu ist eine Überdosis Hollywood-Kitsch: Ohne  „Dino“  Dean Martins „Rudolph, the red nosed Reindeer“  schmeckt Lebkuchen einfach nicht.“

Die Chefin des neuen Ressorts „Thema des Tages“ hat einen weiteren Tipp: „Niemand hat Britpop und Sixties-Pyschedelic jemals so elegant in Songs gegossen wie Kula Shaker. Eine Band, die unter den fünf  Lieblingsbands aller Zeiten ihren festen Platz hat - auch wenn seit 2011 nicht mehr viel von den Herren rund um den charismatischen Frontmann Crispian Mills zu hören ist. 2010 haben Kula Shaker den Weihnachtssong „Christmas Time (is here aganin)/ Snowflake als Downloadins Netz gestellt. Was gibt es schöners, als Weihnachtsgeschenke....“

Lokalredakteur Michael Brakemeier (mib) empfiehlt, „das vermutlich beste Duett zur Weihnachtszeit seit A fairytale of New York von Shane MacGowan von den Pogues und Kirsty MacColl: Pelle Almqvist von The Hives aus Schweden giftet sich mit 80er-Ikone Cyndi Lauper in A Christmas Duel ordentlich prollig an. Nur, um sich am Ende wieder zu versöhnen.“

Außerdem empfiehlt Brakemeier The Kinks: „Ray Davies wäre nicht Ray Davies, wenn für ihn zu Weihnachten alles Friede, Freude, Eierkuchen wäre. In „Father Christmas“ von 1977 schildern Davies und The Kinks aus der Sicht eines Mannes, der als Weihnachtsmann verkleidet vor einem Kaufhaus steht, wie er von einer Bande armer Jugendlicher beklaut und bedrängt wird.

Die Jugendlichen haben klare Ansagen an den Weihnachtsmann: Sein „dämliches“ Spielzeug wollen sie nicht. Das sei nur für die reichen Kinder, sagen sie. Für sie sei Geld und etwas zu Essen das einzig Wahre. Und eine Arbeitsstelle für den Vater. Sie wünschen dem Mann frohe Weihnachten, doch er soll, während er seinen Wein runterkippt, an die Kinder denken, die nichts haben.“

Kay Weseloh , (kw) freier Mitarbeiter von GT und ET, erklärt seine Favoriten:
„1. Der solide Vorschlag: „Wohl dem Menschen, wenn er gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann.“ (Friedrich Schiller, Über das Erhaben)“ Sein Vorschlag ist folgerichtig: Wham, „Last christmas“.

„2. Der mutige Vorschlag: „Für Musikliebhaber, die wie ich schon immer Angst vor unbekannten, adipösen Männern hatten, die sich unberechtigt Zutritt zu ihrer Wohnung verschaffen, um Grünabfälle und Strickgut unter Zimmerpflanzen zu deponieren. Jon Lajoie, „Cold blooded christmas“.“

Sportredakteur Michael Geisendorf (mig) offenbart ein großes Herz für solche, die nicht so häufig im Mittelpunkt stehen: „Zum Fest von friedlichem Miteinander und Besinnlichkeit möchte ich drei soziale Randgruppen pushen:

  1. Zahnärzte: „All I want for Christmas is my two front teeth“ von Spike Jones (1947).
  2. Hunde: „Christmas is going to the dogs“ von den Eels.
  3. Auswanderer: „Fairytale of New York“ von den Pogues. Eines der schönsten und am dreckigsten gesungenen W-Songs ever.“

ET-Lokalredakteur  Kuno Mahnkopf (ku) liefert „eschatologische Jahresendsong-Empfehlungen aus dem katholischen Eichsfeld“:

  1. Lee Hazelwood: Dirtnap Stories („And I said how does it feel, like all god‘s promises are broken. It‘s like dying on christmas day, before all gifts are opened.“)
  2. Joni Mitchell: The River („It‘s coming on christmas, they‘re cutting down the trees. They‘re putting up reindeer and singing songs of joy and peace. Oh, I wish I had a river I could skate away on.“
  3. Bob Dylan: „Christmas Blues“ von seinem Ausrutscher-Album Christmas In The Heart und natürlich „Weihnachten auf hoher See“ von Freddy Quinn.“

Tageblatt-Volontär Rubert Fabig (fab): „Ich empfehle „Merry Christmas Everyone“ von Shakin‘ Stevens. Erinnert mich Anfang Dezember im Auto auch bei 20 Grad Außentemperatur daran, dass demnächst Weihnachten ist – und die Zeile „Snow is falling“ angesichts der Klimaerwärmung vielleicht mal überarbeitet werden sollte.“

Tageblatt-Redakteur Holger Dwenger (hd) hat einen knappen, präzisen Tipp: „Merry Christmas Everybody“ von Slade. Eine schöne Alternative zum alljährlichen White Christmas von Wham.“

Rock ‚n‘ Roll – das geht für den stellvertretenden Chefredakteur Christoph Oppermann (to) immer. Auch zu Weihnachten. Er empfiehlt Keith Richards‘ Version von „Run Rudolph Run“, „weil‘s Rock ‚n‘ Roll ist, weil‘s Keith Richards ist.

Außerdem ist das „Human Riff“ einfach eine Klasse für sich. Nächster Tipp – auch um die Satirefähigkeit des Publikums zu ergründen – ist der Weihnachtssong von Eric Idle. Damit verbunden in bester Monty-Python-Tradition der Versuch, als erster in dieser Zeitung das böse Wort zu schreiben: Fuck Christmas.“

Tobias Foth , Mediengestalter, empfiehlt: The Pogues & Kirsty MacColl, „Fairytale of New York“ - traurig und pathetisch. 4:02 Minuten Melancholie darf man sich in der Weihnachtszeit aber schon mal gönnen. Und wenn man schon mal dabei ist, kann man gleich noch Frankie Goes To Hollywood mit „The Power of Love“ auflegen. Dann reichts aber auch mit Besinnlichkeit bis zum nächsten Jahr.

Kulturredakteurin Christiane Böhm rät zu „Merry Christmas“ von der Schweizer Hardrockband Gotthard. „Schöne Ballade, gesungen noch vom alten Gotthard-Sänger Steve Lee, der leider 2010 bei einem unverschuldeten Unfall ums Leben kam.“

Für Sportredakteurin Kathrin Lienig (kal) sind die amerikanische Sängerin Peggy Lee und ihre Interpretation des Songs „Santa Claus is coming to town“ eine Erinnerung an das vorweihnachtliche New York.

„Die CD ‚Cool Christmas‘ mit diesem Song haben mein Mann und ich 1996 bei einer Shoppingtour im Dezember in Süd-Manhattan gefunden, als wir abgekämpft, mit Geschenken bepackt und mit müden Füßen in einer schummrigen Bar eine Pause gemacht haben. Es gab dort noch eine zweite CD. Schon oft haben wir uns geärgert, diese nicht auch noch gekauft zu haben.“

Sebastian Oehlschläger , zuständig für Digitalvermarktung im Hause GT/ET, mag „AC/DC  „Mistress for Christmas“ , denn bei mir muss es etwas rockiger sein. Wenn die Verwandtschaft kommt, wird aber auch Sanfteres aufgelegt -  Sheryl Crow & Eric Clapton, „Christmas Baby“.“
 
Zwei Musikvorschläge kommen von der Mediengestalterin Anja Reyer : Chris Rea, „Driving home for christmas“ und Mariah Careys „All I want for christmas is you“.

Redakteurin Hanne-Dore Schumacher (soz) empfiehlt  Queen – zu jeder Jahreszeit und auch wenn‘s weihnachtet. Ihr Tipp: „Thank God it‘s Christmas“. „Der Song von Freddie Mercury und Co. ist schön schmalzig und geht ins Ohr wie Champions und Killer Queen.“ Außerdem steht sie in der Weihnachtszeit nicht nur auf Tote Hosen, sondern auch auf Rote Rosen: Campinos „Stille Nacht, Heilige Nacht“ – Fenster zu, Anlage auf!
 
Die Redakteurin Marie-Luise Rudolph (mlr) hat einen klaren Favoriten: John Lennon. „Zu Kerzenschein, Stille Nacht und Glockenklang passt ,Merry X-Mas (war is over)‘. Wem die weihnachtliche Harmonie zu viel wird, dem sei zur Kompensation ,My idea of fun‘ von The Stooges ans Herz gelegt. Das Kontrastprogramm für zu viel Besinnlichkeit.“

Kulturredakteur Peter Krüger-Lenz (pek) empfiehlt John Grant: „Weil er mit ,Christmas Star‘ überrascht, weil sein Auftritt im Sommer im Kulturzelt in Kassel zu den Glanzlichtern zählte und weil er es kann. Schließlich lebt der US-Amerikaner in Island ganz nahe beim Weihnachtsmann.“ Ein weiterer Tipp: Tom Waits: „Weil er der Meister ist, deswegen zwingend in jeder Jahreszeit gehört werden muss und weil niemand vor und nach ihm so schön ,Christmas classics‘ geschreddert hat.“

Bis Weihnachten stellen in der gedruckten Ausgabe weitere Tageblatt-Mitarbeiter ihre Weihnachtshits vor.

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Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016