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Göttinger Universität des Dritten Lebensalters feiert 20-jähriges Bestehen

Stete Hoffnung führte zum Erfolg Göttinger Universität des Dritten Lebensalters feiert 20-jähriges Bestehen

Studieren jenseits der 50? In Göttingen ist das dank der Universität des Dritten Lebensalters (UDL) seit nunmehr 20 Jahren möglich. Der Erfolg gibt den Gründern auch heute noch Recht.

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v.l.: Prof. Dr. Horst Keppler und Prof. Dr. Klaus Wallraven

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Entgegen der Erwartungen, aber nicht entgegen der Hoffnungen ist es eine Erfolgsgeschichte geworden“, fasst Gründungsmitglied Klaus Wallraven die Geschichte der UDL zusammen.

„Zunächst war sich die Universität nicht sicher, ob es ein geliebtes Kind wird“, sagt der Mitbegründer zur Entstehung. Aufgrund der ungewissen Erfolgsaussichten sei die UDL als Verein organisiert und nicht in die Universität eingegliedert worden.

Den Anstoß zur Gründung gab die inzwischen verstorbene Ruth Lotze. „Bei einer Veranstaltung der Alten Akademie fragte eine Frau, warum Göttingen keine Senioren-Uni hat“, erzählt Wallraven. Lotze habe diese Idee sofort aufgegriffen. Zusammen mit Wallraven entstand ein Konzept, das bis heute das gleiche Ziel verfolgt: „Wir wollen älteren Menschen eine Fortbildung nach wissenschaftlichen Standards bieten“, so Wallraven.

Begonnen haben die ersten Veranstaltungen im Wintersemester 1995/1996. Am Anfang seien nur 76 Teilnehmer angemeldet gewesen. Im folgenden Wintersemester schrieben sich dann schon 110 Hörer bei der UDL ein. Inzwischen verzeichne sie im Wintersemester gut 800 Anmeldungen. Im Sommer seien es etwa 600, so Horst Keppler, erster Vorsitzender des Vereins.

Im ersten Semester hatte die UDL nur einen eigenen Kurs im Angebot. In diesem Semester stehen den Hörern 45 Veranstaltungen zur Auswahl. Hinzu kommen noch einige reguläre Vorlesungen der Universität. „Am beliebtesten sind die Geisteswissenschaften“, sagt Wallraven. Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte werden am meisten gewählt. In Zukunft solle es mehr Angebote bei den Naturwissenschaften geben, „eventuell auch weitere in der Medizin“, verrät Keppler.

Ein Abitur ist für den Besuch der Veranstaltungen ebenso wenig erforderlich wie spezielles Vorwissen. „Wir haben zwar einen wissenschaftlichen Anspruch, aber alles ist so gestaltet, dass man auch ohne besonderes Vorwissen teilnehmen kann“, so Keppler.

Zeitgleich mit dem Semesterstart feiert die Universität des Dritten Lebensalters am Freitag, 23. Oktober, ihr 20-jähriges Bestehen. Zunächst spricht Klaus Wallraven zur Geschichte des Vereins. Im Anschluss hält  Prof. Gerhard Burckhardt einen Vortrag zur „Achillesverse Herzdurchblutung“. Danach ist ein feierlicher Empfang zum Jubiläum geplant. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr im Alfred-Hessel-Saal der Paulinerkirche, Papendiek 14.

Das Büro der UDL, Waldweg 26 (Erdgeschoss/Raum 113), ist am Montag, Mittwoch und Freitag in der Zeit von 11 bis 12 Uhr besetzt und unter Telefon 0551/3921384 zu erreichen.

Von Finn Lieske

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