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Göttinger Untersuchung zu Wohnungsengpässen

Bezahlbarer Wohnraum für weniger zahlungskräftige Haushalte Göttinger Untersuchung zu Wohnungsengpässen

Universitätsstädte und Regionalzentren wie Göttingen rücken verstärkt in den Blick von Anlegern auf dem Immobilienmarkt – mit Auswirkungen auf den Göttinger Wohnungsmarkt und die Mietpreise. Zu diesem Schluss kommen der Göttinger Geograf Michael Mießner und der Geograf und Politikwissenschaftler Thorsten Fehlberg in ihrem Aufsatz „Mietpreissteigerungen und Wohnungsengpässe abseits der Ballungsräume“, der im März in der Zeitschrift „Suburban. Zeitschrift für kritische Stadtforschung“ erscheinen soll.

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Übersicht der Mietpreise in Göttingen

Quelle: EF

Göttingen. Wegen der noch immer anhaltenden weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise seien Investoren auf der Suche nach sicheren Anlagemöglichkeiten. „Diese finden Sie in Immobilien“, sagt Mießner.

Während diese Entwicklung in Deutschland zunächst die Immobilienmärkte der Metropolen und Großstädte erfasst hat, weil diese als „besonders profitträchtige Anlagemärkte“ galten, seien inzwischen die Renditen in diesen Immobilienmärkten zum Teil gesunken. Deshalb rückten zunehmend Universitätsstädte und Regionalzentren wie Göttingen in den Fokus der Anleger.

Mießner und Fehlberg betonen aber, dass Mietpreissteigerungen in Göttingen nicht in einem Anstieg der Nachfrage nach Wohnraum zu suchen seien. Vielmehr sei es so, dass Vermieter und Investoren in Göttingen willens und in der Lage seien, Mietpreissteigerungen im unteren Mietpreissegment durchzusetzen.

Dies gelinge unter anderem durch das Ausnutzen der vergleichsweise hohen Wechsel von Studierenden. Es komme deshalb zu einer Verknappung im günstigen Mietpreissegment. Die Schlussfolgerung: „Die Stadt Göttingen steht nun vor der Aufgabe, für weniger zahlungskräftige Haushalte bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.“

Die Autoren kritisieren, dass die Stadtpolitik diesen Entwicklungen in den vergangenen Jahren wenig entgegengesetzt habe. „Vielmehr wurde dieser Prozess durch eine Orientierung an betriebswirtschaftlichen Kriterien unterstützt“, so Mießner und Fehlberg. Als ein Beispiel dieser Orientierung nennen sie den Verkauf der Flächen des ehemaligen Stadtbadareals an einen Privatinvestor.

Quelle: GÖSIS - Datenerhebung 2012
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