Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Göttinger Verbraucherschützer warnen vor falschen Telekom-Mitarbeitern

„Mächtig viel Blödsinn erzählt“ Göttinger Verbraucherschützer warnen vor falschen Telekom-Mitarbeitern

Die Verbraucherzentrale Göttingen warnt vor angeblichen Telekom-Mitarbeitern, die an Göttinger Haustüren klingeln und den Bewohnern mitteilen, sie müssten deren Internet-Router überprüfen. Was die tatsächlich wollen, sei unklar, sagt Verbraucherschützerin Kathrin Körber.

Voriger Artikel
Göttinger Entsorgungsbetriebe laden zum Warentauschtag
Nächster Artikel
Kostenlos surfen in Göttinger Bussen

Die Verbraucherzentrale Göttingen warnt vor falschen Telekom-Mitarbeitern.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Sie warnt davor, mit solchen Besuchern Haustürgeschäfte abzuschließen.

 

Die Göttingerin Marianne K. (Name geändert) berichtet von einem solchen Vorfall. Als „Herr Seitz von der Telekom“ habe sich ein Mann vorgestellt, der behauptet habe, er müsse ihren Router daraufhin überprüfen, „ob er kompatibel mit unseren neuen Leitungen ist“. Wenn nicht, würde Marianne K. ein neues Gerät bekommen. Misstrauisch wurde die Göttingerin, weil sie Kunde von 1&1 ist. Der Besucher habe ihr daraufhin mitgeteilt, dass die Telekom dennoch zuständig sei – unter anderem, weil auch 1&1 die Leitungen der Telekom nutzen würde.

 
Der verunsicherten Frau erklärte der Mann, sie werde ohnehin bald zur Telekom kommen, weil neue Leitungen installiert würden und die alten Router damit nicht zurechtkämen, abstürzten und Telefonate nur noch mit Störgeräuschen möglich seien. Die Telekom seien die Einzigen, die aus Kulanz neue Router an ihre Kunden verschickten, und alle anderen Anbieter ließen ihre Kunden mit den Problemen allein, erinnert sich Marianne K. an die Überredungsversuche des Mannes.
Während des 20-minütigen Gesprächs habe sie sich massiv gedrängt gefühlt, den Mann in ihre Wohnung zu lassen. Erst am Ende habe der Mann „zugegeben, dass es um einen neuen Vertrag geht“. Daraufhin habe sie das Gespräch beendet, sagt Marianne K. Später habe ihr eigener Versorger 1&1 mitgeteilt, dass ihr selbstverständlich ebenfalls ein neuer Router gestellt werde, falls dies notwendig sei.

 
Nicht ungewöhnlich, meint Verbraucherschützerin Kathrin Körber zu dem Überrumpelungsversuch: „Wir haben laut unseren niedersachsenweiten Erfahrungen immer wieder mit diesen eigenartigen Haustürgeschäften zu tun. Es wird getäuscht und geflunkert, was das Zeug hält.“ Die Verbraucher könnten sich immer weniger auf Informationen und Aussagen von Unternehmen verlassen: „Alles Erfragte, Vorgetragene muss später in Eigenregie recherchiert und erfasst werden.“ Im Fall von Marianne K. habe der Mann „mächtig viel Blödsinn“ erzählt: „Was auch immer der Herr an der Haustür wollte, es war nichts Gutes.“

 
Körbers Tipp: „Verbraucher sollten bei solchen ungebetenen Gästen einfach die Tür schließen. Wenn sie sich auf diese Gespräche einlassen, dann nur mit Zeugen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis