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Göttinger Verein Gespa startet Projekt für Wiederaufbauhilfe in Nepal

Zerstörte Lebensgrundlagen Göttinger Verein Gespa startet Projekt für Wiederaufbauhilfe in Nepal

Die Erdbeben haben in Nepal schreckliche Verwüstungen angerichtet. Jetzt haben sich der Göttinger Verein „Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und Partnerschaft“ (Gespa) und die Nepal-Expertin Dorit Battermann (47) aus Hannover zusammengetan, um den Wiederaufbau zu unterstützen.

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Dr. Dorit Battermann und Herbert Dohlen sind dabei, ein langfristiges und nachhaltiges Nepal-Hilfsprogramm in Göttingen aufzubauen.

Göttingen. Nothilfe wollen sie allerdings nicht leisten, wie der Gespa-Vorsitzende Herbert Dohlen (57) betont: „Das können die einschlägigen großen Hilfsorganisationen besser.“ Vielmehr planten sie langfristige Maßnahmen, so Battermann, „die an dem anknüpfen, was vor dem Erdbeben schon vorhanden war“. 

Konkret bedeutet das finanzielle Unterstützung für Frauenkollektive. Diese funktionieren in Nepal nach folgendem Prinzip: Frauen schließen sich zusammen und zahlen jeden Monat einen festgelegten Betrag – in der Regel zwischen fünfzig Cent und einen Euro – in eine gemeinsame Kasse.

Sowie eine von ihnen eine Idee hat, wie sie sich selbständig machen könnte, zum Beispiel mit einem Teeladen, einem Gemüsefeld oder einer  Büffelherde, stellt sie den anderen die Idee vor. Wird diese für gut befunden, erhält die künftige Unternehmerin aus dem gemeinsamen Topf einen Zinskredit, mit dem sie ihr kleines Unternehmen gründen kann.

„Wir wollen eine Reihe von Gruppen unterstützen, damit sie wieder auf eigenen Beinen stehen können“, sagt Battermann. Dies könne beispielsweise mit dem Wiederaufbau eines vom Erdbeben zerstörten Dorfgemeinschaftshauses oder der direkten Förderung von durch das Beben besonders betroffenen Frauen und ihren Kleinunternehmen geschehen.  „Wenn wir zehn Gruppen á 15 Frauen unterstützen, helfen wir insgesamt zwischen 750 und 1000 Menschen“, rechnet Dohlen vor.

75 Prozent der benötigten Mittel in Höhe von insgesamt 100000 Euro kommen vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 15 Prozent müssen die Empfänger selbst beisteuern, zehn Prozent müssen Dohlen und Battermann akquirieren.

Die Gespa besteht seit 1999 und führt Projekte in Entwicklungsländern durch. Battermann ist promovierte Diplomkauffrau, war sechs Jahre lang für den Deutschen Entwicklungsdienst in Nepal tätig und arbeitet als freiberufliche Beraterin und Dozentin. 

Weitere Infos: www.gespa.de
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