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Göttinger Verkehrsbetriebe bessern bei Buslinien nach

Nicht alle Probleme werden gelöst Göttinger Verkehrsbetriebe bessern bei Buslinien nach

Bessere Verbindungen für Wohnbereiche in Geismar, andere Linienstrecken in Holtensen und bessere Anschlusszeiten für die Linien 11/12 und 21/22 – das sind die wesentlichen Änderungen, mit denen die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) ihr neues Busliniennetz korrigieren wollen.

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Engpass für Busse: Straße Unterm Hagen zwischen Holtensen und Holtenser Berg.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Sie sollen zum nächsten Fahrplanwechsel im April greifen. Die GöVB reagieren damit auf einige von 385 Beschwerden, die seit November bei ihr eingegangen sind. Ihre Korrekturvorschläge werden öffentlich diskutiert – auch im Bauausschuss des Rates der Stadt.

 Seit vier Monaten fahren die Stadtbusse nach einem neuen Netzplan. Mit neuen Linien, Strecken und Fahrzeiten sollten zum Beispiel neue Wohngebiete und Uni-Standorte angebunden, zugleich aber auch weniger gut frequentierte Bereiche ausgedünnt werden. Einen positiven Effekt gibt es nach Angaben des Unternehmens bereits: Die Zahl der Fahrgäste habe sich um etwa zehn Prozent erhöht – auch durch ein Semesterticket für Studenten.

Allerdings gibt es seit dem Start auch Klagen, weil Busse zu voll und Haltestellen weggefallen sind, gewohnte Direktverbindungen nicht mehr existieren und sich Abfahrtszeiten geändert haben. Einige Probleme hat die GöVB sofort gelöst, unter andere, mit Zusatzbussen in Stoßzeiten. Jetzt plant sie folgende größere Änderungen: Die Linie 11 soll in Geismar künftig bis zur Grete-Henry-Straße fahren. In Holtensen sind für die Linie 33 andere Strecken vorgesehen, um die Straße Unterm Hagen zu entlasten. Für die Linien 11/12 und 21/22 werden die  Abfahrtszeiten verschoben, damit sie für Umsteiger besser erreichbar  sind.

Die GöVB erklärt in ihrer Vorlage für den Bauausschuss allerdings auch, dass sie nicht alle Probleme lösen könne. Dazu gehört eine fehlende Direktanbindung des Ingeborg-Nahnsen-Platzes mit der Innenstadt. Vorerst offen lassen will die GöVB, ob sie die überlasteten und oft verspätet fahrenden Linien 91/92 im Bereich Goßlerstraße umstellt.

Der Bauausschuss tagt am Donnerstag, 19. Februar, um 16.15 Uhr im Neuen Rathaus.

Ärger um Busse in Holtensen
Die Diskussion um die Buslinie 33 – über Holtenser Berg und Holtensen in Richtung Klinikum und Weende – entwickelt aus Sicht von Thomas Zimmermann, Leiter der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB), „paradoxe“ Züge. Angeregt wurde die Linie während der Bürgerbeteiligung in Vorbereitung des neuen Busliniennetzes. Jetzt sei sie aus Sicht anderer Bürger ein großes Ärgernis, sagte Zimmermann während der jüngsten Sitzung des Ortsrates Holtensen.
Die Linien 12 und 33 fahren kurz nacheinander durch die Straße Unterm Hagen, die durch ein Holtenser Wohngebiet führt. Acht Busse binnen einer Stunde sind aus Sicht der Bürger eine unzumutbare Belastung, zumal die enge Straße für einen Begegnungsverkehr großer Fahrzeuge nicht gebaut worden sei. „Die Busse weichen über den Grünstreifen und Bürgersteige aus“, berichteten Anwohner während der Ortsratssitzung.
Stadtverwaltung und Verkehrsbetriebe seien bestrebt, eine Lösung zu finden, versicherte der städtische Verkehrsplaner Sören Koss. GöVB-Planerin Anna Engelmann stellte Lösungsvarianten vor: Nummer eins wäre eine Schleifenfahrt der Linie 33, bei der die Holtenser Wartezeit am Holtenser Berg in Kauf nehmen müssen. Hierdurch würde die Zahl der stündlichen Busse Unterm Hagen auf sechs reduziert. Bei Variante 2, die eine Halbierung der Busbelastung bewirken könnte, endet die 33 am Holtenser Berg, ohne dass sie die Straße Unterm Hagen passiert. Fahrgäste müssten am Holtenser Berg in die Linie 12 umsteigen. Eine dritte Variante schlug Ortsratsmitglied Frank Herwig (SPD) vor: Linie 33 fährt aus Weende kommend über Eisenbreite und Lenglerner Straße zum Holtenser Berg. Diese Lösung – vorbehaltlich des Ergebnisses einer Prüfung durch die GöVB – bevorzugt der Ortsrat. Andernfalls wäre Variante 2 die nächste Wahl. kk
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