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Göttinger Verkehrsbetriebe sehen viele Probleme im städtischen Liniennetz

Ganz schön eng Göttinger Verkehrsbetriebe sehen viele Probleme im städtischen Liniennetz

Es klemmt an manchen Stellen bei den Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB) – vor allem, was das Liniennetz im Stadtgebiet angeht. Bei einer Probefahrt mit Mitgliedern des Aufsichtsrates haben GöVB-Betriebsleiter Thomas Zimmermann und Geschäftsführer Michael Neugebauer demonstriert, wo sich die Busse regelmäßig Verspätungen einfahren, wo es buchstäblich eng wird und warum Fahrradfahrer und Stadtplaner für enorme Belastungen der Busfahrer sorgen.

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Verbindungsweg nach Holtensen: Auf beiden Seiten behindern parkende Autos die freie Fahrt des Linienbusses.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. An einigen Stellen in der Stadt sind die selben Probleme zu beobachten. So behindern etwa auf zu engen Straßenabschnitten parkende Fahrzeuge den Verkehr. Das ist in zahlreichen Straßen der Fall. Besonders ärgerlich für die Verkehrsbetriebe ist es, wenn dann auch noch die Haltestellenbereiche zugeparkt sind. Im Bereich Nußanger auf dem Hagenberg und in der Straße Himmelsruh in Geismar zum Beispiel könnten die Busse die Haltestellen häufig nicht anfahren, zählen die GöVB-Mitarbeiter auf.

„Begegnungsverkehr kaum möglich“

„Begegnungsverkehr mit Bussen ist kaum möglich, mit Autos nur bei sehr langsamer Geschwindigkeit,“ schildert Neugebauer am Beispiel Pfalz-Grona-Breite und wiederholt seine Worte in der Theodor-Heuss-Straße/Goßlerstraße. Dort sorgen Radfahrer aufgrund der Fahrradstraße außerdem für Verspätung, was in der Folge für die Fahrer eine hohe psychische Belastung bedeute, sagt Zimmermann.

Ein Stückchen weiter die nächste „Problemstelle“: Seit Wegfall der Busspur am Nikolausberger Weg, klagen die GöVB-Vertreter, „ist die Einfahrt in die Haltestelle Auditorium vor allem während der Verkehrsspitzen durch den Stau anderer Fahrzeuge erschwert“. Eine ähnliche Situation erwartet Neugebauer, wenn zugunsten des E-Radschnellwegs an der Berliner Straße die Rechtsabbiegespur am Gericht wegfällt.

Dreimal im Monat einen Außenspiegel

Ganz besonders stressig sei die Situation für die Busfahrer an der Kurze-Geismarstraße – vor allem sonnabends: Radfahrer kommen entgegen der Einbahnstraße gefahren, Autofahrer wollen ins Kaufland-Parkhaus rein und blockieren die Straße. Regelmäßige Fahrzeitverluste gebe es aufgrund fehlender ÖPNV-Bevorrechtigung an der Berliner und der Bürgerstraße, so Zimmermann, und auch durch Stau an der Ampelanlage Siekweg/Kasseler Landstraße entstünden in den Verkehrsspitzen „mehrminütige Verspätungen“.

Nach Umbau der Reinhäuser Landstraße – diese ist in manchen Bereichen gerade einmal 6,20 Meter breit – haben die GöVB-Fahrer auf dieser viel befahrenen Hauptverkehrsachse ganz besonders große Probleme. Sie hätten sich eine Mindestbreite von 6,50 Metern gewünscht, sagt Neugebauer. Die Reinhäuser Landstraße sei jedoch „so stark verengt, dass ein Begegnungsverkehr mit Bussen oder Lastwagen sehr erschwert wird“. Mindestens dreimal im Monat, ergänzt Zimmermann, würden sich die Busse hier einen Außenspiegel abfahren.

Schließlich führt die Probefahrt noch vom Holtenser Berg über die marode Verbindungsstraße Unterm Hagen nach Holtensen. Parkende Autos erschweren den Fahrern das Abbiegen auf die Lenglerner Straße. Auch Michael Nowak, der die Aufsichtsräte gefahren hat, gerät mit dem Hinterrad des Gelenkbusses aus der Spur. Er ist damit nicht der einzige. Die Grünfläche an der Kreuzung weist tiefe Reifenspuren auf. Es ist eben an vielen Stellen ganz schön eng für die GöVB.

Foto: Hinzmann

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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