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Göttinger Verkehrsbetriebe sollen SPD-Vorschlag prüfen

Günstiges Bus-Ticket für Kurzstrecke Göttinger Verkehrsbetriebe sollen SPD-Vorschlag prüfen

Die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) sollen untersuchen, ob im Stadtgebiet die Einführung eines sogenannten Kurzstreckentickets sinnvoll ist. Einmütig haben die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses des Göttinger Rates jetzt einen von der SPD-Fraktion beantragten Prüfauftrag verabschiedet.

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Vorschlag: vergünstigte Fahrkarte für kurze Strecken in der City.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Wer nach Einstieg in einen Stadtbus nicht mehr als drei Haltestellen weit fährt, soll dafür auf Wunsch der SPD ein vergünstigtes Ticket erwerben können, anstatt wie bisher 2,10 Euro für die Einzelfahrt zu bezahlen.

Die Antragsteller hoffen, dass ein Kurzstreckenticket mehr Menschen dazu bewegt, Busse zu nutzen. Der von Fraktionsmitglied Franc Pfahl eingebrachte SPD-Antrag stieß im Fachausschuss auf Zustimmung. Hans-Otto Arnold (CDU) erklärte, die Gruppe CDU/FDP werde den Prüfantrag unterstützen.

Bislang seien ähnliche Vorstöße jedoch an der Verkehrsgemeinschaft gescheitert. Horst Roth (Bündnis 90/Die Grünen) stimmte einer Prüfung ebenfalls zu. Die Entscheidung werde davon abhängen „ob die Einführung eines Kurzstreckentickets wirtschaftlich darstellbar“ sei.

Regine Rohmann vom Behindertenbeirat befürchtet eine Erhöhung der Schwarzfahrer-Quote. Fahrgäste könnten durch das günstige Ticket in Versuchung geführt werden, damit auch längere Strecken zurückzulegen. Sie bat die Verwaltung, den Fahrgastbeirat in die Prüfung einzubeziehen.

Kurzstreckentickets gibt es in vielen anderen Städten. Sören Koss, Verkehrsplaner in der Göttinger Stadtverwaltung, nannte als Beispiel etwa die Stadt Hannover, wo das System gut funktioniere. Die Stadt Oldenburg allerdings wolle es wieder abschaffen. Die Stadtverwaltung halte eine Überprüfung dennoch für „lohnenswert“.

„Da das Thema Kurzstreckenticket auch schon bei uns im Hause thematisiert wurde, sind wir gerade dabei, eine mögliche Einführung in Göttingen zu überprüfen“, sagt dazu GöVB-Sprecherin Stephanie Gallinat-Mecke. „Wir werden uns diesbezüglich mit anderen Verkehrsunternehmen intensiv austauschen und die Erfahrungen anderer Verkehrsunternehmen berücksichtigen.“ Bislang hätten Fahrgäste ein solches Ticket aber nur vereinzelt nachgefragt.

Von Katharina Klocke und Andreas Fuhrmann

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