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Verschönern und bewahren

Göttinger Verein feiert 140-jähriges Bestehen Verschönern und bewahren

Sie wollen etwas Gutes für die Stadt Göttingen bewirken, sind sich die Mitglieder des Vereinsvorstands einig. In diesem Jahr feiert der gemeinnützige Verschönerungsverein, der aus einer Bürgerinitiative entstand, sein 140-jähriges Bestehen.

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Göttingen. In einem auf das Jahr 1875 datierten Schreiben wurde dem damaligen Oberbürgermeister Göttingens, Georg Merkel, die Gründung eines Verschönerungsvereins „zur Hebung, Mehrung und Aufschließung der Naturschönheiten der Göttinger Umgebung“ vorgeschlagen. Daraufhin wurde der Verein im Jahr 1876 gegründet. „Der ehemalige Bürgermeister Merkel hat den Anstoß zur Gründung des Vereins gegeben. Die ersten Mitglieder waren Honoratioren, also hochgestellte Persönlichkeiten“, erklärt der Vorsitzende des Vereins, Herting Treusch von Buttlar. „Es hat begonnen mit dem Anlegen und der Beschilderung von Göttinger Wanderwegen, sodass sie attraktive Ausflugsziele wurden. Bis in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es die Priorität, Göttingen touristisch zu erschließen“, erzählt der zweite Vorsitzende, Karl Schlotter, über die anfänglichen Aktionen und Ziele des Vereins. Heute sind sie breit gefächert: Der Verein hat etwa 70 Mitglieder und stiftet Projekte in den Bereichen „Heimatpflege und Heimatkunde“, „Naturschutz und Landschaftspflege“, „Denkmalschutz und Denkmalpflege“ sowie „Kunst und Kultur“. Beispielsweise unterstützt er finanziell in Absprache mit den zuständigen Stellen der Stadt die Errichtung und Erhaltung von Gedenksteinen, Brunnen, dem Aussichtsturm am Hünstollen und die Restaurierung und den Betrieb der Torhaus-Galerie am alten Stadtfriedhof. Der Verein beteiligt sich auch an der Restaurierung von historischen Grünanlagen.

Der Aussichtsturm am Hünstollen sei eine kulturhistorische Stätte, die ständig kontrolliert werden muss“, sagt von Buttlar und ergänzt: „Unsere letzte Tat war die Einrichtung eines Ruheplatzes mit Bäumen hinter der Marienkirche im Jahr 2013.“ Die ein oder andere Historie in Göttingen soll dem zweiten Vorsitzenden Schlotter zufolge mit Hilfe des Vereins am Leben erhalten werden: „Das betrifft Bereiche wie Literatur und Stadtgeschichte. Der alte Stadtfriedhof und die Torhaus-Galerie liegen uns besonders am Herzen. Wir setzen uns dafür ein, dass es kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen, Vorträge und auch Musik-Darbietungen gibt.“ Seit 2011 nutzen die Mitglieder die Torhaus-Galerie für Vereinstreffen. „Mein Hauptgrund, bei diesem Verein mitzuwirken, war der Einsatz für die Torhaus-Galerie und den Stadtfriedhof“, berichtet Johanna Jepsen, Kassenwartin. Die Erhaltung des alten Friedhofs sei sehr wichtig, da er „einer der schönsten Orte Göttingens ist“.

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