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Trick: Stadt zahlt Umbauzuschuss statt Miete

Rathaus-Sanierung Trick: Stadt zahlt Umbauzuschuss statt Miete

Für Büros in einem ehemaligen Telekom-Gebäude will die Stadt Göttingen jetzt auf einen Schlag 440 000 Euro Investitionszuschuss überweisen - und spart damit bei späteren Mietzahlungen. Die Finanzpolitiker des Rates haben der außerplanmäßigen Auszahlung am Dienstag bereits zugestimmt.

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Fordert konkrete Pläne: Helmi Behbehani.

Quelle: JV

Göttingen. Die Stadt Göttingen will in den kommenden Jahren ihr Neues Rathaus sanieren. Während der langwierigen Arbeiten sollen mehrere Abteilungen in ein ehemaliges Telekom-Gebäude in der Philipp-Reis-Straße ausgelagert werden. Dafür will sie mehrere Etagen des Bürohauses mieten - im ersten Schritt für den Fachbereich Soziales. Die vorhandenen Räume müssten vorher aber „hergerichtet“ - also umgebaut - werden, erklärte die Verwaltung am Dienstag im Finanzausschuss des Rates. Verantwortlich dafür sei der Besitzer und Vermieter: die stadteigene Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWG). Die nicht geringe Investition dafür werde üblicherweise auf die spätere Miete drauf geschlagen. Mit einem Trick wollen Stadtverwaltung und GWG die Gesamtkosten aber reduzieren: Für Umbau und Sanierung zahlt Göttingen der GWG sofort einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 440 000 Euro, im Gegenzug verringert sich der spätere Mietzins. Das sei unterm Strich „wirtschaftlicher“ so die Verwaltung.

Kritische Untertöne

Die nicht im Etatplan für 2017 verankerte und damit „außerplanmäßige“ Ausgabe sei gedeckt, weil die vorgesehene Sanierung des Neuen Rathauses noch nicht begonnen habe. Ein Argument, das die Finanzpolitiker überzeugte - allerdings mit kritischem Unterton. Seit Jahren werde die Generalsanierung des großen Verwaltungsgebäudes am Geismartor vorbereitet - konkret geplant oder gar umgesetzt worden sei bisher aber wenig. „Wir würden hier schon gerne mal einen konkreten Masterplan mit Zeitschiene sehen“, forderte die SPD-Ratsfrau Helmi Behbehani. Über die Außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 440000 Euro entscheidet abschließend der Rat während seiner Sitzung am Freitag, 18. August, ab 16 Uhr im Neuen Rathaus.

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