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Göttinger Verwaltung will Rathausküche Schließen

Küche im Neuen Rathaus Göttinger Verwaltung will Rathausküche Schließen

Die Stadt Göttingen will ihre Küche im Neuen Rathaus schließen. Die Gäste der knapp 40 Jahre alten Kantine sollen ihr Mittagessen künftig aus eine der drei verbleibenden städtischen Küchen bekommen, wie viele Schüler und Kindergartenkinder auch.

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Göttingen. Zugleich will die Stadtverwaltung mit dem neuen Produktinssystem „cook and chill“ flexibler auf die Wünsche der Mensakunden eingehen. Einstimmig hat der Schulausschuss des Rates am Donnerstagabend das neue Konzept für die Küchenbetriebe angenommen.

„Es lohnt sich einfach nicht mehr“, erklärte der Leiter des Fachbereiches Schule, Gerald Müller-Stürmer, das geplante Aus für die Rathaus-Küche. Die Zahl der Gäste sinke kontinuierlich. Zugleich müsste die Kücheneinrichtung für mehr als 240 000 Euro saniert werden, wenn dort effektiv und qualitativ weiter gekocht werden solle. Das sei aber nicht erforderlich. In den Küchen an der Gerorg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, Voigt-Realschule mit neuer IGS und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) gebe es ausreichend Kapazitäten, um neben mehr als 800 000 Portionen pro Jahr für Schulen und Kitas auch für die Rathausmitarbeiter zu kochen.

Nach einer Grundsanierung der KGS-Küche sei es auch kein Problem, steigenden Essensbestellungen aus den neuen Ganztagsschulen aufzufangen. Dabei setzen die Küchenbetriebe laut Müller-Stürmer auf „cook and chill“, übersetzt „kochen und herunter kühlen“. Bei diesem Verfahren werden frisch zubereitete Speisen innerhalb von 90 Minuten auf 4 Grad Celsius abgekühlt. So können sie auch nachmittags gekocht werden und sind ohne Qualitätsverlust bis zu vier Tage haltbar. In den Mensen müssten nur die Geräte zum Aufwärmen bereit gestellt werden, sagt Müller-Stürmer - auch in der Rathauskantine.

Die solle als solche erhalten bleiben, auch ihr Getränkeservice für Sitzungen im Neuen Rathaus. Mit dem „cook and chill“-Verfahren starten wolle die Stadtverwaltung zunächst am Otto-Hahn- und Felix-Klein-Gymnasium. Dann könnten die Schüler ihr Essen auch flexibler bestellen als bisher. Immer wieder klagen Schüler und Eltern darüber, dass sie das Essen eine Woche im Vorraus ordern müssen.

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