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Göttinger Verwaltung will als fahrradfreundliche Kommune punkten

Duschen im Kreishaus Göttinger Verwaltung will als fahrradfreundliche Kommune punkten

Im Göttinger Kreishaus sollen künftig Mitarbeiter und Besucher, die mit dem Fahrrad zur Behörde fahren, duschen können. Die Verwaltung plant nächstes Jahr, entsprechende Einrichtungen im Verwaltungsgebäude einbauen zu lassen und gleichzeitig die Fahrradabstellmöglichkeiten zu „sortieren“ und zu erneuern. 57 000 Euro schlagen für diese Zwecke im Etatentwurf für 2015 zusätzlich zu Buche. Davon entfallen  34 000 Euro  auf den Bau der Duschen.

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Für Besucher und Mitarbeiter, die mit dem Rad fahren, soll es im Göttinger Kreishaus künftig Duschen geben.

Quelle: Heller

Göttingen. Eine „Menge Geld“ für Duschen, befand der Bovender Abgeordnete Thorsten Heinze (SPD) bei der Erläuterung der Ausgabewünsche der Verwaltung im Wirtschafts- und Bauausschuss des Kreistages.

Radfahrenden Mitarbeitern und auch Besuchern sollte die Möglichkeit gegeben werden, zu duschen, sagte Dezernentin Christel Wemheuer (Grüne). „Wir reden nicht nur von fahrradfreundlicher Kommune, wir tun etwas.“

Es gab bereits einmal Duschen im Kreishaus, wie Sprecher Ulrich Lottmann erklärte. Diese seien aber weggefallen, als die Krippe im Kreishaus ihren Bertrieb aufgenommen habe. Die neuen Duschen sollen, so erste Pläne, im Bereich der Kfz-Zulassungsstelle im Erdgeschoss eingerichtet werden. Mitarbeiter bekämen einen Schlüssel, Besucher könnten sich diesen zum Beispiel an der Information abholen, so Lottman.

„Es ist auch schlicht kein Geld dafür vorhanden“

Nach Möglichkeit solle es getrennte Duschen für Männer und Frauen geben. Andere Behörden sind noch nicht so weit. Die Stadtverwaltung Göttingen hält zwar einen Duschraum im Sockelgeschoss des Neuen Rathauses vor, allerdings nur für Beschäftigte, wie Sprecher Detlef Johannson sagt. In den Kreishäusern in Northeim und Osterode gibt es hingegen keine Duschen. „Es ist auch schlicht kein Geld dafür vorhanden“, sagt Osterodes Erster Kreisrat Gero Geißlreiter (CDU).

Die Göttinger Kreisverwaltung will jedoch auch für motorisierte Mitarbeiter und Besucher Geld in die Hand nehmen. Für Autofahrer werde eine Million Euro in der Tiefgarage in Beton investiert, wies Wemheuer auf eine geplante Sanierung nach Salzschäden im Kreishaus hin.

An Autofahrer müsse man auch denken, die auf dem Kreishausparkplatz „knietief“ in Pfützen stünden, mahnte Heinze. Über den Parkplatz soll allerdings erst entschieden werden, wenn im kommenden Jahr ein Raumprogramm für die Verwaltung nach der Kreisfusion mit Osterode Ende 2016 vorliegt. Möglicherweise soll dort dann angebaut werden.

Von Gerald Kräft und Andreas Fuhrmann

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