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Göttinger Volksheimstätte plant Sanierung und Neubau

72 Mieter müssen ausziehen Göttinger Volksheimstätte plant Sanierung und Neubau

Die Volksheimstätte wird ab April 2016 den Gebäudekomplex Weserstraße 15 / 17 / 19 auf dem Leineberg umfassend sanieren und umbauen. Insgesamt 72 Mieter werden deshalb in den kommenden Monaten aus den 24 Wohnungen ausziehen müssen.

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So soll das Gebäude auf dem Leineberg an der Weserstraße nach dem Umbau aussehen.

Quelle: EF

Göttingen. Auf einer Anliegerversammlung haben die Geschäftsführer Thorsten May und Heike Klankwarth die Bewohner über die Pläne informiert. Bis zuletzt hätten einige gehofft, während der Umbauphase in ihren Wohnungen bleiben zu können. „Als wir uns entschieden haben, die Treppenhäuser komplett zu entkernen, fiel diese Option allerdings weg“, erläutert Klankwarth.

 
Fünf Millionen Euro will die Volksheimstätte in das Projekt investieren. Die neuen Treppenhäuser sollen einen barrierefreien Zugang zu den Wohnungen ermöglichen. Außen werden Fahrstühle und größere Balkone angebaut. Die Häuser werden energetisch saniert, die Wohnungen komplett modernisiert und neu aufgeteilt, sodass ein Mix aus kleineren und größeren Wohneinheiten entsteht. Das alte Dach wird entfernt, ein Staffelgeschoss aufgestockt. So werden zehn zusätzliche Wohnungen geschaffen. Für etwa die Hälfte der Mieter – eine ältere Dame wohnt beispielsweise seit 51 Jahren dort – habe man bereits Lösungen gefunden, weitere Gespräche laufen derzeit. Nach dem Umbau besteht die Möglichkeit, ins Gebäude zurückzukehren, allerdings nicht mehr für die aus Altverträgen gewohnten rund vier Euro pro Quadratmeter. Dafür sollen die Betriebskosten aber deutlich sinken. Bei Neuvermietungen will die Volksheimstätte zwischen 7,50 Euro und neun Euro (netto kalt) aufrufen. Dies würde, so May, auch Hartz-IV-Empfängern ermöglichen, hier wieder einzuziehen.

 
Darüber hinaus hat die Genossenschaft neben der Weserstraße 45 gerade ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück von der Stadt erworben. Hier ist sogar schon ein rechtsgültiger Bebauungsplan vorhanden. Für drei Millionen Euro soll ein Neubau mit zwölf bis 14 kleineren Wohnungen entstehen. Durch eine sogenannte „mittelbare Förderung“ dürften die Mieter in den Häusern 45 bis 57 profitieren: Hier sollen die Mieten gedeckelt werden. Was eine Wohnung im Neubau kosten wird, steht hingegen bislang noch nicht fest.

Von Markus Riese

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