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Göttinger Wasser aus dem Harz

Tag des Wassers Göttinger Wasser aus dem Harz

Ein Liter französisches Mineralwasser in der Plastikflasche kostet gerne einmal einen Euro oder mehr. Dafür bekommt man etwa 500 Liter Göttinger Trinkwasser. „Das ist eigentlich nicht nachvollziehbar“, sagt Claudia Weitemyer, Sprecherin der Göttinger Stadtwerke. Denn: „Das Göttinger Wasser ist reich an Mineralien“, sagt sie anläßloch des heutiges Tages des Wassers. Auch die Organisation Ökotest bestätigt, dass das Göttinger Trinkwasser gut ist.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. In einer Untersuchung von 2014 wurden die Wasserqualität auf Arzneimitelrückstände kontrolliert. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten fanden die Tester in Göttingen keinen Grund zur Beanstandung. Das Trinkwasser ist eigentlich Harzer Wasser. Rund 80 Prozent dessen, was in der Stadt aus der Leitung läuft, kommt aus der Sösetalsperre. Die anderen 20 Prozent werden aus Wassergewinnungsanlagen am Weendespring, an der Stegemühle und an der Springmühle gewonnen. Insgsamt beliefern die Stadtwerke Göttingen über eine Strecke von 495 Kilometern Leitung 19 172 Haushalte mit Trinkwasser. 

Eichsfeld: Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH (EEW) - ein kommunales Unternehmen der Stadt Duderstadt und der Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen -  liefert pro Jahr etwa zwei Milliarden Liter Trinkwasser an rund 15 000 Haushalte und Unternehmen im Eichsfeld. Angeschlossen sind die Stadt Duderstadt einschließlich aller Ortschaften sowie die Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen mit allen Mitgliedsgemeinden. Im Landkreis Northeim wird der Ortsteil Lindau der Samtgemeinde Katlenburg-Lindau versorgt.  Das Trinkwasser der EEW enthält viele Mineralien und wird daher als „hart“ bezeichnet. Das Wasser kommt aus neun Grundwasserbrunnen in Renshausen, Obernfeld, Pöhlde, Landolfshausen und Brehme in Thüringen sowie aus der Rhumequelle. Allein aus der Rhumequelle sprudeln im Mittel zirka 2000 Liter Wasser pro Sekunde, beziehungsweise 170 Millionen Liter pro Tag, wovon die EEW weniger als ein Prozent entnimmt. 

Hann.Münden: Die Versorgungsbetriebe Hann. Münden GmbH (VHM) versorgen die Stadt sowie alle Ortsteile mit Wasser.  Insgesamt fördert die VHM jährlich über 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser und transportiert es über ein 224 Kilometer langes Rohrnetz zu den Kunden - etwa 24 600 Einwohner. In Hann. Münden wird Trinkwasser ausschließlich aus Brunnen gewonnen. 

Dransfeld und Staufenberg: Die Gemeinden haben die Wasserversorgung an den Wasserverband Peine abgegeben. Ossenfeld wird von den Trinkwassergewinnungsanlagen der Stadtwerke Göttingen versorgt. Löwenhagen, Ellershausen, Imbsen, Varlosen, Dransfeld, Varmissen, Bördel, Jühnde bekommen das Trinkwasser über das Wasserwerk Ellershausen, Barlissen wird vom Wasserverband Leine Süd versorgt. Scheden und Meensen erhalten ihr Trinkwasser über einen Brunnen bei Scheden, Dankelshausen über einen Brunnen bei Dankelshausen und Bühren über einen Brunnen bei Bühren.

In der Gemeinde Staufenberg erfolgt die Trinkwasserversorgung in Speele über einen Brunnen. Lutterberg, Sichelnstein, Nienhagen, Escherode und die Wartesiedlung werden über einen Brunnen bei Nienhagen versorgt, Spiekershausen, Landwehrhagen, Benterode, Uschlag und Dahlheim erhalten das Trinkwasser über einen Brunnen bei Uschlag.

Die Gemeindewerke Bovenden versorgen die Einwohner in allen Ortsteilen der Gemeinde Bovenden mit Trinkwasser. Das Versorgungsgebiet ist in zwei Zonen aufgeteilt, das teilt die Gemeinde mit. Die westlich gelegenen Ortsteile Emmenhausen, Harste und Lenglern werden aus dem Brunnen Lenglern beliefert. Für die Ortsteile Bovenden, Eddigehausen, Reyershausen, Billingshausen und Spanbeck wird das Wasser in den Brunnen Osterberg/Weendespring gewonnen. Zusätzlich wird im Bereich Reyershausen  die Hälfte Wasser aus der Quellfassung Schneebreite zugeführt.

Rosdorf und Friedland und Neu-Eichenberg: Das Gebiet wird  vom Wasserverband Leine Süd versorgt. Das größte Gebiet ist das der Gemeinde Rosdorf plus Klein Schneen, das Wasser aus der Quelle Tiefenbrunn bekommt. Dahlenrode und Atzenhausen sowie Mollenfelde, Reiffenhausen, Lichtenhagen/Ludolfshausen haben eigene Brunnen. Mollenfelde jedoch soll demnächst wie Deiderode an den Brunnen Neuenrode (Hessen) angeschlossen werden. Das größte Friedländer Versorgungsgebiet mit den Hauptorten Groß Schneen und Friedland erhält eine Mischung aus drei Brunnen: Reckershausen, Friedland I und II im Leinetal. Schließlich werden Ballenhausen, Stockhausen und Niedernjesa aus dem Brunnen Ballenhausen versorgt.

In der Gemeinde Adelebsen liefert der Ver- und Entsorgungsverband (VEV) Adelebsen das Trinkwasser für die Ortschaften – mit einer Ausnahme.  Barterode verfügt über einen eigenen Trinkwasserbeschaffungsverband.

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Quelle:

Wie viel Wasser sollte eine durchschnittlicher Mensch täglich trinken?

Der menschliche Körper besteht zu etwa 60 Prozent aus Wasser. Das zeigt schon, wie hoch der tägliche Flüssigkeitsbedarf ist. Über die Nieren und die Haut verlieren wir etwa 2,5 Liter Wasser. Gesunde Erwachsene führen im Regelfall etwa 1,5 Liter Flüssigkeit über Getränke und die Ernährung zu. Patienten mit Herzinsuffizienz oder Niereninsuffizienz sollten ihre Trinkmengen mit dem Arzt besprechen.

 

Viel Wasser, hilft viel. Ist das noch richtig? Gibt es eine Höchstmenge?

Als Faustregel gilt, dass wir etwa 30 bis 40 Milliliter Flüssigkeit pro Kilo Körpergewicht täglich zuführen sollen. Dies bedeutet für eine Person, die 70 Kilo wiegt, dass sie einen täglichen Flüssigkeitsbedarf von 2,1 bis 2,8 Liter hat. Die beiden Nieren entgiften den Körper und benötigen dazu hohe Flüssigkeitsmengen. Wird weniger Flüssigkeit zugeführt, dann bedeutet das für die Nieren viel Arbeit. Der gesunde Erwachsene verkraftet bis zu 10 Liter Flüssigkeit pro Tag. Bei einem übermäßigen Durstgefühl sollte auf jeden Fall der Arzt konsultiert werden.

 

Empfehlen Sie Leitungswasser oder sollte man Mineralwasser kaufen?

Die Qualität des Leitungswassers ist in Deutschland sehr hochwertig, so dass der Durst auf einfache Weise gestillt werden kann. Bei Wasser aus den Laden sollte darauf geachtet werden, dass es möglichst natriumarm ist, denn sonst kann beispielsweise der Bluthochdruck negativ beeinflußt werden. Geeignet sind auch Teein – oder Koffeinhaltige Getränke. Entgegen der landläufigen Meinung entziehen diese Getränke dem Körper kein Wasser. Der Durst sollte nicht mit alkoholischen Getränken gelöscht werden. Zuckerhaltige Getränke sind weniger geeignet, weil hierdurch vielfach unkontrolliert Kalorien zugeführt werden.

 

Wenn man deutlich unter der empfohlenen Menge bleibt, was passiert?

In Extremfällen führt der Flüssigkeitsmangel zu Verwirrtheit und ausgeprägten geistigen Ausfallserscheinungen bis hin zu psychotischen Reaktionen.Viel häufiger sind aber eine ausgeprägte Mundtrockenheit, ein zäher Speichel aber auch Verstopfungen. Ferner treten Allgemeinsymptome wie Appetitlosigkeit und Müdigkeit auf. Vielfach kann man den Flüssigkeitsmangel an der trockenen Zunge oder an den stehenden Hautfalten erkennen.

 

Sind Wasser-Apss, die ans trinken erinnern, sinnvoll?

In Zeiten des technischen Fortschritts, der Telemedizin mit Hilfe von mobilen Telephonen und Smartphones kann für einen ausgewählten Personenkreis die Einrichtung von Wasser-Apps hilfreich sein. Generell können auch andere Möglichkeiten der Erinnerungshilfen zum Einsatz kommen. Insbesondere ist die persönliche Ansprache und die persönliche Kontaktaufnahme besser. Besonders gefährdet sind eben ältere Menschen und Kleinkinder aufgrund des gestörten Durstgefühles.

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Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016