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Göttinger Weihnachtsbeleuchtung gefährdet

Pro City vermisst Unterstützung Göttinger Weihnachtsbeleuchtung gefährdet

Göttingen in der Adventszeit: Für die zauberhafte Atmosphäre in der Innenstadt sorgen vor allem die weihnachtlich beleuchteten Einkaufsstraßen. Doch damit könnte es in diesem Jahr düster aussehen.

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Weihnachtsbeleuchtung in der Göttinger Innenstadt: Wenn nicht mehr Geschäftsleute und Dienstleister mitziehen, werden einige Straßen dunkel bleiben.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Denn: „Die Weihnachtsbeleuchtung ist akut gefährdet“, sagt Robert Vogel vom Vorstand des Vereins Pro City, der die Geschäftsführung der gleichnamigen Gesellschaft bei der Organisation der Weihnachtsbeleuchtung unterstützt.

Auch Pro City kümmert sich seit etwa drei Jahren mit darum, dass die Göttinger Einkaufsstraßen in der Vorweihnachtszeit mit Einbruch der Dunkelheit festlich erstrahlen. Zuständig dafür sind aber bislang die Vertreter der einzelnen Straßenzüge, die sich dafür einsetzen, dass die Beleuchtung über die Straßen kommt.

Viele dieser Straßen-Ansprechpartner sind seit Jahren dabei, nicht alle können noch zur Verfügung stehen. Und: „Die Kosten für die Beleuchtung haben sich verdreifacht“, sagt Vogel. Denn die Lichterketten sind in die Jahre gekommen, immer wieder müssen Lampen ausgetauscht, auf LED-Technik umgestellt oder einfach Ketten repariert werden.

„Die Solidarität, etwas zu bezahlen, sinkt“

Das alles kostet Geld. Nach einer Beschwerde im Jahr 2013 darf sich zudem das Technische Hilfswerk nicht mehr ehrenamtlich dafür engagierten, die Lichter aufzuhängen.

Pro City möchte sich jetzt zentral darum kümmern, dass die Innenstadt wieder festlich beleuchtet ist. Das Geld für die Beleuchtung bringen ausschließlich die Innenstadtgeschäfte  und -dienstleister auf. Aber: „Die Solidarität, etwas zu bezahlen, sinkt“, sagt Vogel. Nur etwa ein Drittel der Anlieger zahle dafür.

Deshalb liegt der erbetene Betrag für die Beleuchtung zurzeit bei etwa 120 Euro pro Geschäft – auf der Weender Straße ist er allerdings deutlich höher. „Wenn alle mitmachen, sind es nur rund 30 Euro“, so Vogel weiter.

Deshalb verschickt pro City in diesen Tagen Briefe an rund 400 Innenstadt-Anlieger, für die Pro City zuständig ist. Inhalt: Die dringende Bitte, einen Solidaritätsbeitrag von 89,90 Euro für die Adventsbeleuchtung zu bezahlen. „Dann kümmern wir uns darum, dass pünktlich zum Weihnachtsgeschäft alles hängt und leuchtet“, sagt er.

Attraktivität der Innenstadt

Gerechnet wird straßenzugweise. „Sollte das Geld bis Ende Oktober in einzelnen Straßen nicht zusammenkommen, dann bleibt es dort dunkel.“

Den Eindruck, dass sich vor allem überregionale Ladenketten nicht für die Innenstadt interessieren, weist Vogel übrigens zurück. Auch viele der großen Filialisten zahlten teils vierstellige Beträge oder seien Mitglieder bei Pro City und zahlten über ihr Leistungspaket bereits für die Beleuchtung. Die Händler mit diesem Paket erhalten deshalb keinen Brief.

Vogel und Pro City haben ein klares Ziel: „2015 wollen wir die Organisation der Beleuchtung für die gesamte Innenstadt übernehmen.“ Damit solle die Attraktivität der City erhalten und gesteigert werden.

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