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Göttinger WoBau will Wohnblöcke an der Wörthstraße abreißen

Pläne für Wohnquartier Göttinger WoBau will Wohnblöcke an der Wörthstraße abreißen

Das Wohnquartier zwischen dem Göttinger Steinsgraben im Norden, der Breslauer Straße im Süden sowie der Görlitzer Straße und Geismar Landstraße im Osten und Westen steht vor einem Wandel. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft plant im Bereich östlich der Wörthstraße, 20 ihrer in die Jahre gekommenen Wohnblöcke abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen.

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Das Areal östlich der Wörthstraße in Göttingen.

Quelle: CR

Göttingen. Auf der anderen Seite der Wörthstraße steht der neue Eigentümer des ehemaligen Gothaer-Geländes, die Investa Capital Management GmbH, in den Startlöchern. Während hier die Bürogebäude weiterhin genutzt werden sollen, plant die Investa auf dem übrigen Gelände „einen Mix aus Büro-, Wohn- und Studentenwohnräumen zu etablieren“, wie es in einer Ankündigung heißt.

 
Um die unterschiedlichen Planungen für beide Gebiete aufeinander abzustimmen, soll ab 2016 ein Rahmenplan erstellt werden. „Hier sollen die Planungen der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft mit der Entwicklung der Wohnbauflächen auf dem Gothaer-Gelände gemeinsam betrachtet und in einem Gesamtkonzept dargestellt werden“; erläuterte Stadtbaurat Thomas Dienberg. Für die Rahmenplanung und dessen politische Beratung ist das Jahr 2016 vorgesehen. Ende 2016 könnte dann der erste Bebauungsplan aufgestellt werden, so dass ein Baubeginn Ende 2017 oder Anfang 2018 möglich sei, sagte Dienberg.

 
Für die Städtische Wohnungsbau bedeutet die Erarbeitung eines Rahmenplans, dass sich ihr gesetzter Zeitplan für das Gebiet Wörthstraße, Lönsweg und Steinsgraben verzögert. Claudia Leuner-Haverich, Geschäftsführerin der Wohnungsbau, geht davon aus, dass erst 2018 mit dem Großprojekt begonnen werden kann.

 

Neubauten sollen nicht mehr Fläche verbrauchen

 
Statt die alten Wohnblöcke zu sanieren, wie etwa auf dem Leineberg geschehen, sollen diese abgerissen werden. Zunächst soll ein Neubau auf der Freifläche direkt an der Wörthstraße entstehen. In die knapp 30 Wohnungen sollen Mieter aus dem dahinter liegenden Gebäude einziehen, das dann abgerissen werden kann. Nach diesem Prinzip soll im gesamten Viertel vorgegangen werden.

 
Die Neubauten sollen nicht mehr Fläche verbrauchen, wohl aber deutlich höher werden als die Vorgängerbauten. So entstünden mehr und vor allem mehr kleinere Wohnungen, ohne dass der Charakter einer Parklandschaft verloren gehe. Voraussetzung sei aber, dass der neue Rahmenplan und die neuen Bebauungspläne das am Ende auch zulassen. Leuner-Haverich ist aber zuversichtlich. Sie geht davon aus, dass das ganze Projekt erst nach mehr als zehn Jahren abgeschlossen sein wird.

 
Entsprechende Pläne haben Vertreter der Wohnungsbau den Mietern im Viertel bei einer Versammlung mitgeteilt. Unter den rund 100 Teilnehmern sorgten die Pläne für Unmut. Auch, weil Detailfragen nicht geklärt worden seien. Die geplanten „Zwangsumsiedlungen“ bereiteten einigen Mietern Sorgen. Leuner-Haverich kündigte für den weiteren Prozess „kontinuierliche“ Mieterinformation“ an. Niemand müsse sich Sorgen machen.

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