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Göttinger produzieren wenig Müll

Göttinger produzieren wenig Müll

Die Göttinger produzieren nach wie vor deutlich weniger Müll als die meisten Menschen in Deutschland. Im vergangenen Jahr hat jeder Bürger der Stadt im Durchschnitt 143 Kilogramm Restmüll in seine schwarze Abfalltonne geworfen – der Bundesdurchschnitt liegt bei 162 Kilogramm. Das geht aus der Abfallbilanz der städtischen Entsorgungsbetriebe (GEB) für 2014 hervor.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Über die Gründe für diese seit mehreren Jahren anhaltende Entwicklung könne nur spekuliert werden. „Vielleicht kaufen die Göttinger bewusster ein“, mutmaßt Franz Rottkord, Chef der GEB-Abfallwirtschaft, und fügt an: „Auf jeden Fall ist das ein guter Wert.“ Insgesamt haben die Göttinger 2014 etwa 18 600 Tonnen häusliche Abfälle erzeugt. Das ist allerdings erst die drittgrößte Müllfraktion unter allen Abfällen, die die GEB entsorgt. An erster Stelle steht – zumindest nach Gewicht – unbelasteter mineralischer Bauschutt (55 500 Tonnen), gefolgt von wiederverwertbaren Abfällen mit einem Gesamtgewicht von etwa 34 600 Tonnen.

 
Bei den Recycling-Abfällen gibt es allerdings Unterschiede. Jeder Göttinger hat im vergangenen Jahr 266 Kilogramm Papier, Glas, Verpackungen und ähnlichen Müll gesammelt, sechs Kilogramm mehr als im Durchschnitt. Darunter waren 23 Kilogramm wiederverwertbare Verpackungsabfälle in den gelben Säcken, der bundesweite Durchschnitt lag bei 32 Kilogramm. Auch mit durchschnittlich 85 Kilogramm Bioabfall inklusive Strauchschnitt je Einwohner liegt Göttingen weit unter dem bundesweiten Durchschnittwert von 112 Kilogramm. Anders sieht es beim Holz aus: 28 Kilogramm in Göttingen, 14 Kilogramm im Bundesdurchschnitt. „Wir sammeln bei der Sperrmüllabfuhr aber auch wesentlicher differenzierter als viele andere“, so Rottkord.

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Von Redakteur Ulrich Schubert

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