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600 Liter Erbsensuppe

Göttinger schwingen bei Tageblatt-Weihnachtshilfe die Schöpfkelle 600 Liter Erbsensuppe

Renate und Jürgen Sander zählen zu denen, die sich bereits am Morgen ihre Portionen Erbsensuppe abholen. Um kurz nach zehn Uhr lassen sie sich von Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler heiße Suppe in ihre Dosen füllen.

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Vorsicht, heiß und ein bißchen fettig: Tageblatt Chefredakteur Dr. Uwe Graells bei der Suppenausgabe.

Quelle: SPF

Göttingen. „Wir kommen schon seit vielen Jahren immer wieder hier her. Die Suppe schmeckt so gut, das bekomme ich zuhause so nicht hin“, sagt Renate Sander. Um 10 Uhr hat der offizielle Ausschank der Suppe für die Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ begonnen.

„Die ersten Suppenfans waren bereits um kurz nach 9 Uhr hier“, sagt Detlev Büchner vom Deutschen Roten Kreuz. Das DRK hilft ebenso wie das THW tatkräftig bei der Benefiz-Aktion mit. Ebenso die 24 prominenten Göttinger, die mit der Schöpfkelle in der Hand die Suppe an den Kunden bringen. „Wenn man sowas macht, dann weiß man, warum Töpfe rund sind“, scherzt der Oberbürgermeister, der beim Abfüllen der Suppe in eine eckige Tuppadose gekleckert hat. 

Bei Familie Teune gib es heute ebenfalls Erbsensuppe zum Mittag. Gleich fünf Portionen lassen sich Helga und Klaus für die Familie abfüllen. „Wir kommen schon seit Jahrzehnten, wir waren schon dabei, als die Bundeswehr noch die Suppe gekocht hat“, erinnert sich das Ehepaar. 

Während sich heute viele Göttinger - wohl auch wegen des eher ungemütlichen, grauen Wetters - ihre Suppe mit nach Hause nehmen, genießt unter anderen eine muntere Gruppe an einem der langen Tische auf dem Marktplatz die heiße Spezialität. Hannelore Liebmann, Margit und Wolfgang Rohrbach, Erika Fandrey-Rannenberg und Erwin Rannenberg löffeln begeistert Erbsensuppe. Fandrey-Rannenberg und ihr Mann haben die Zwiebeln für die Suppe gestiftet. Auch Rolf Haverich genießt sein Mahl. Der Mann weiß, wie gute Erbsensuppe schmecken muss: „Ich habe selbst lange beim DRK mitgearbeitet“, sagt er. Frank Lechner hingegen nimmt für sich und seine Mutter Suppe mit nach Hause. „Eigentlich esse ich gar nicht so gerne Erbsensuppe“, gibt der Rollstuhlfahrer zu. Aber die der Tageblatt-Hilfsaktion, die lässt er sich einmal im Jahr dann doch sehr gerne schmecken.

Unterdessen schöpfen Polizeipräsident Uwe Lührig und Comedian Lars Wätzold um die Wette. „Wer gewonnen hat, wissen wir gar nicht“, sagt Wätzold später und scherzt: „Aber wir vertragen uns wieder“. Die Prominenten sind mit Schwung und Ehrgeiz  bei der Sache. Auch PDS-Bank-Chef Carsten Graf und das Polizeiteam Thomas Rath und Jasmin Kaatz liefern sich ein launiges Schöpf-Duell am Ausschank. „Kommen Sie hier her, hier gib es die bessere Suppe“, ruft Graf, um die Kunden der Polizei anzulocken. 

„Guck mal, das ist doch der Trittin“, sagt eine ältere Dame zu ihrem Mann und stellt sich in die Reihe, wo der BundestagspolitikerJürgen Trittin Suppe auf die Teller schöpft. Der ersten 300 Liter sind verkauft, das DRK ist mit noch einmal 300 Litern Nachschub noch unterwegs. Dann fließt sie wieder die beliebte Erbsensuppe. Und auch das Wetter hält, bis auf ein wenig Nieselregen geht die Benefizveranstaltung auf dem Markt im Trockenen über die Bühne. 

Der Suppenverkauf war der Auftakt zur diesjährigen Tageblatt Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“. Der Erlös kommt bedürftigen Göttingern zugute. Wer es verpasst hat: Am Sonnabend, 12. November, geht es in die nächste Runde. Dann schenken bekannte Göttinger im Kauf Park Erbsensuppe aus.

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