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Göttinger soll Cannabis-Plantage mit mehr als 600 Pflanzen betrieben haben

Gartenbau in Vierzimmer-Wohnung Göttinger soll Cannabis-Plantage mit mehr als 600 Pflanzen betrieben haben

Vor dem Göttinger Amtsgericht muss sich seit dieser Woche ein 32 Jahre alter Göttinger wegen Drogenhandels verantworten.

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Quelle: Berg/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Der junge Mann, der ein Gewerbe als Gartenbauer angemeldet hat, ist verdächtig, von 2011 bis Januar 2014 in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Grone eine Marihuana-Plantage betrieben zu haben. Die Anklage wirft ihm vor, den Verkauf seiner illegalen Erzeugnisse beabsichtigt zu haben.

Durch einen anonymen telefonischen Hinweis entdeckten Ermittler die Zuchtanlage, in der sie 637 Marihuana-Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien fanden. In der Wohnung wurden außerdem getrocknetes Marihuana, 700 Gramm Blüten, Stängel, Blätter, verrottete Hanfpflanzen, Geld und andere Wertgegenstände sowie technische Geräte zum professionellen Anbau der Droge entdeckt.

Obwohl der Angeklagte bei seiner Verhaftung erklärte, er habe die Plantage allein geführt und seinerzeit Geldschulden als Motiv angab, schweigt er nun im Gericht zu den Vorwürfen. Der leitende Ermittler, der als Zeuge aufgerufen wurde, glaubt allerdings nicht, dass der Angeklagte eine Plantage dieser Größenordnung allein führen konnte. Die 80 bis 90 Quadratmeter große Wohnung sei seiner Meinung nach nur noch dazu geeignet gewesen. „höchstens mal eine Nacht da zu schlafen“. Zum Leben habe der Plantagenbetreiber scheinbar eine andere Wohnung genutzt. Die Miete für die Wohnung, in der die Plantage gefunden wurde, habe der Angeklagte immer bar an den Vermieter gezahlt. Einen richtigen Mietvertrag gab es anscheinend nicht.

Ein anderer Zeuge, dessen Wohnung im gleichen Haus wie die des Angeklagten ist und der zuerst im Verdacht stand, der Betreiber der Plantage zu sein, hat am ersten Prozesstag die Aussage verweigert. Bei der Fortsetzung der Verhandlung werden daher weitere Zeugen geladen.

avd

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