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Göttinger soll Millionen abgezockt haben

Falsche Banker in Köln Göttinger soll Millionen abgezockt haben

Der 28-jährige Göttinger, der sich vor dem hiesigen Landgericht wegen Betrügereien mit Luxusautos verantworten muss, steht seit Montag, 18. Oktober, auch vor dem Kölner Landgericht. Der Vorwurf dort: Mit einem 30-jährigen Mitangeklagten soll sich der 28-Jährige als Mitarbeiter der Commerzbank Frankfurt ausgegeben und Anleger mit hohen Krediten gelockt haben, für die sie zwar Provisionen kassiert, die aber nie ausgezahlt wurden.

In den fünf in der Anklage aufgelisteten Fällen von bandenmäßigen Betruges und Urkundenfälschung geht es teils um große Summen: So sollen die beiden Angeklagten einem Geschäftsmann vorgegaukelt haben, ihm eine Bankgarantie in Höhe von 500 Millionen verschaffen zu können. Dafür und für ein weiteres faules Geschäft habe der Geschäftsmann den Angeklagten drei Millionen Euro „Bearbeitungsgebühren“ gezahlt, so die Kölner Staatsanwaltschaft.

In allen Fällen sollen die Angeklagten gefälschte Commerzbank-Schreiben angefertigt und die Namen von sowohl fiktiven als auch real existierenden Personen benutzt haben. In anderen Fällen ging es um Großkredite für Firmen. Insgesamt betrage der durch die Betrügereien angerichtete Schaden 4,5 Millionen Euro, so die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft.

Wegen des Kölner Verfahrens, nicht wegen des Luxuswagen-Verfahrens in Göttingen, sitzt der 28-Jährige bereits seit November 2009 in Untersuchungshaft. Das allerdings könnte bald beendet sein: Der Anwalt des Mitangeklagten des 28-Jährigen kündigte „geständnisgleiche Einlassungen“ beider an.

Das Göttinger Verfahren könnte sich hingegen noch länger hinziehen. Nachdem die Einlassungen der Angeklagten über den Ablauf der betrügerischen Leasinggeschäfte sehr vage blieben, muss das Gericht jeden einzelnen Vorgang einzeln mit Hilfe einer langen Liste von Zeugen aufklären.

hein

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