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Göttinger spenden Schulranzen und Rücksäcke

Erfolgreiche Schulranzenaktion Göttinger spenden Schulranzen und Rücksäcke

Das neue Schuljahr steht vor der Tür. Um allen Kindern einen guten Schulstart zu ermöglichen, verteilen die Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ und die Caritas Südniedersachsen gefüllte Ranzen an bedürftige Kinder. Die Aktion ist ein voller Erfolg, sagt Maria Weiss von der Caritas.

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110 Ranzen und 50 Rucksäcke wurden an die Caritas gespendet.

Quelle: Patrick Pleul

Göttingen. Das neue Schuljahr steht vor der Tür. Um allen Kindern einen guten Schulstart zu ermöglichen, verteilen die Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ und die Caritas Südniedersachsen gefüllte Ranzen an bedürftige Kinder. Die Aktion ist ein voller Erfolg, sagt Maria Weiss von der Caritas.

Wenn am Donnerstag, 3. August, das Schuljahr beginnt, werden einige Kinder in Göttingen, deren Eltern nicht genug Geld für den Kauf von Schulsachen haben, dennoch mit gut gefüllten Ranzen und Rucksäcken in der Schule auftauchen. Das gilt auch für die Erstklässler, die am Sonnabend, 5. August, eingeschult werden. Der Grund ist die Schulranzenaktion der Caritas Südniedersachsen. Seit 2006 ruft das Caritas-Centrum Göttingen dazu auf, alte Rucksäcke und Schulranzen, die nicht mehr gebraucht werden, für Familien zu spenden, die sich die Anschaffung der teuren Schulutensilien nicht leisten können. Die Neuheit in diesem Jahr: Die Tageblatt-Aktion „Keiner soll einsam sein“ beteiligt sich an der Arbeit der Caritas und füllt die gespendeten Tornister mit einer Grundausstattung für den Unterricht. Wie ist die Bilanz kurz vor Beginn des neuen Schuljahres?

„Die Spendenbereitschaft der Göttinger ist großartig“, freut sich Weiss. Etwa 110 Ranzen und 40 Rucksäcke seien bei ihr eingegangen. Teilweise seien sogar Turnbeutel und Federmappen dabei gewesen. Große Begeisterung habe auch das zusätzlich gespendete Schulmaterial ausgelöst. Dass dieses vom Real-Markt im „Kaufpark“ gleich in handgerechten Beuteln geliefert wurde, sei eine große Erleichterung gewesen, erklärt Weiss.

Die Spendenbereitschaft war so groß, dass noch immer etwa 50 Ranzen und 15 Rucksäcke übrig seien, erzählt die Caritas-Mitarbeiterin. „Erfahrungsgemäß kommen einige Eltern erst kurz vor oder sogar nach dem Schulstart, um die Sachen abzuholen.“ Spendenempfänger müssen ihre Bedürftigkeit in Form einer Sozialcard oder eines Leistungsbescheids nachweisen. „Das klappt bisher alles gut“, sagt Weiss. Der Bedarf sei eindeutig da und darum treffe die Aktion einen Nerv. „Schule ist teuer. Für viele Menschen ist das ein Problem“, erklärt die Sozialpädagogin. Je mehr Kinder in einer Familie seien, desto schwieriger sei es, diese für die Schule auszustatten. Selbst aus anderen Landkreisen seien Anfragen gekommen, erzählt Weiss. Und trotz des Erfolgs der AKtion sagt sie: „Es wäre mir aber lieber, wenn so etwas gar nicht nötig wäre.“

Da jedoch aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr wieder Kinder auf diese Unterstützung angewiesen sein werden, geht Weiss davon aus, dass es 2018 wieder eine Schulranzenaktion geben wird. Für die Kooperation mit „Keiner soll einsam sein“ findet sie nur positive Worte. „Die Zusammenarbeit hat ganz wunderbar geklappt.“

Die nächsten zwei Wochen werde die Aktion auf jeden Fall noch andauern, kündigt die Caritas-Mitarbeiterin an. Ranzen und Rucksäcke können so lange noch abgegeben und abgeholt werden im Caritas-Centrum Göttingen, Godehardstraße 18, und zwar montags bis donnerstags zwischen 12 und 14 Uhr. Der Eingang erfolgt über die Pfalz-Grona-Breite. Weitere Informationen bei der Caritas unter der Telefonnummer 0551/999590. mze

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