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Göttinger verbrauchen weniger Heizgas

Stadtwerke wollen Vorauszahlung anders berechnen Göttinger verbrauchen weniger Heizgas

Nach zwei (bisher) sehr milden Wintern muss die Göttinger Stadtwerke AG etwa neun Millionen Euro an ihre Kunden zurückzahlen. Grund: Im vergangenen Jahr haben die privaten Haushalte etwa 20 Prozent weniger Heizgas verbraucht als 2013. Nach vorangegangenen strengen Wintern und hohem Gasverbrauch wurden die monatlichen Vorauszahlungen zuvor aber hochgeschraubt.

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Quelle: Remmers/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Die Kunden haben im vergangenen Jahr also zu viel bezahlt. Jetzt folgt mit der Jahresabrechnung die Rückerstattung – in einigen Haushalten bis zu 400 Euro. Und inzwischen denken die Stadtwerke über neue Abrechnungssysteme nach, um solche hohen Schwankungen zu vermeiden.

Die beiden Winterhälften am Anfang und am Ende des vergangenen Jahres waren keine echten Winter: Selten weniger als fünf Grad plus, kaum Schnee - die Heizungen arbeiteten durchgehend auf Sparflamme. 1721 Gigawattstunden (GW/h) haben die Kunden der Stadtwerke 2014 verbraucht, 2013 waren es noch 1880 GW/h. Dazu gehörten auch Industriebetriebe, die unabhängig vom Wetter Gas in der Produktion einsetzten, erklärt der kaufmännische Vorstand Frank Wiegelmann, warum die Differenz zwischen diesen Zahlen nur acht Prozent ausmache.

„Das ist schon eine hohe Summe“, kommentiert Wiegelmann die Rückzahlung, warnt zuleich aber vor großer Euphorie. Nach milden Wintern folge irgendwann auch eine kältere Periode, in der der Gasverbrauch wieder deutlich steigt. Und dann müssten viele Kunden bei der darauffolgenden Abrechnung wieder kräftig nachzahlen. Einen finanziellen Schaden habe die Aktiengesellschaft durch die Rückzahlung nicht. Sie habe auch selbst entsprechend weniger Gas einkaufen und bezahlen müssen. Allerdings falle das Betriebsergebnis für 2014 geringer aus. Leidtragende könnten die Gesellschafter durch eine geringere Anteilsausschüttung sein. Dazu gehöre auch die Stadt Göttingen.

Um extreme Schwankungen bei den Jahresabrechnungen besser ausgleichen zu können, werde über ein anderes System nachgedacht, sagt Wiegelmann. Denkbar wäre es, für die Berechnung der Vorauszahlungen den Verbrauch über mehrere zurückliegende Jahre zu mitteln. Andere Versorger würden bereits so verfahren. „Das könnte vieles planbarer machen“, auch für die etwa 22 500 Gaskunden der Stadtwerke.

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