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Göttinger weniger depressiv

Statistik Göttinger weniger depressiv

Die Bürger von Göttingen leiden weniger unter Depressionen als im niedersächsischen Durchschnitt. Das hat die Techniker Krankenkasse (TK) festgestellt.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Durchschnittlich 0,91 Tage oder etwas weniger als ein Tag war jeder Göttinger Erwerbstätige im Jahr 2013 wegen Depression krankgeschrieben, erklärt TK-Sprecherin Ulrike Fieback. Im Landesschnitt waren es 0,96 Tage, im Bundesschnitt sogar 1,04 Tage.

Auffällig sind die hohen regionalen Unterschiede im aktuellen TK-Depressionsatlas: Während die Cloppenburger durchschnittlich nur 0,61 Tage arbeitsunfähig waren, lag die Quote in Lüchow-Dannenberg mit 2,36 Tagen mehr als dreimal so hoch.

Aber Krankschreibungen seien nur die halbe Wahrheit, meint Inken Holldorf, Chefin der TK-Landesvertretung Niedersachsen. Der unterdurchschnittlichen Fehlzeit von 0,61 Prozent in Cloppenburg beispielsweise stehen überdurchschnittliche Antidepressivaverordnungen gegenüber, die mit 5,75 Prozent über dem niedersächsischen Durchschnitt von 5,71 Prozent lagen. Noch höher ist diese Quote in Göttingen: Hier bekamen 6,03 Prozent Antidepressiva. Der Bundesdurchschnitt beträgt 5,97 Prozent.

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Die meisten Fehlzeiten gibt es bei Beschäftigten in Call-Centern sowie in der Altenpflege, in Erziehungs- und Sicherheitsberufen. Der TK-Depressionsatlas zeigt, dass Berufsgruppen vor allem im gesundheitlichen und sozialen Bereich deutlich stärker von Depressionen betroffen sind als technisch und akademisch orientierte Berufe.

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