Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Göttingerin wegen Poststreiks einen Monat ohne Auto

Keine Zulassung Göttingerin wegen Poststreiks einen Monat ohne Auto

Das neue Auto steht vor der Tür. Dennoch muss Ellen Mühlhausen mit Baby und Kinderwagen zu Fuß gehen oder Bus und Bahn nehmen. Gut einen Monat nach dem Kauf konnte der Wagen am Montag noch immer nicht zugelassen werden. Die Papiere fehlten - hängengeblieben im Poststreik.

Voriger Artikel
Eselnachwuchs im Wildpark Hardegsen
Nächster Artikel
Neue Studentenwohnungen an der Göttinger Güterbahnhofstraße

Ellen und Frieda Mühlhausen vor ihrem neuen, seit fünf Wochen unzugelassenen Auto.

Quelle: Heller

Göttingen. So war das bis zum Montag. Dann endlich kam die Post. In dieser Woche nun kann die Göttingerin ihr vor mehr als fünf Wochen gekauftes Auto endlich bei der Straßenverkehrsbehörde zulassen.

 

Dabei war anfangs alles schnell gegangen. Nach dem Kauf hatte der Händler am 23. Juni die Zulassungspapiere in die Post gegeben. Nachforschungen ergaben, dass der Brief bereits am Tag darauf im Postverteilzentrum am Siekanger angekommen war. Danach verliert sich die Spur für mehr als vier Wochen. Schuld sei, so die Auskunft der Post, der Streik. Als die Papiere am 20. Juli immer noch nicht da waren, konnte immerhin ein Nachforschungsantrag gestellt werden. Die Post habe nun 21 Tage Zeit, diesen abzuarbeiten, wurde Ellen Mühlhausen mitgeteilt.

 

Kein Einzelfall, aber auch keine Häufung, heißt es bei der Führerschein- und Zulassungsstelle der Stadtverwaltung. Es sei in einigen Fällen schon zu mehrwöchigen Verzögerungen gekommen.

 

Immerhin: Am 27. Juli war der Brief dann doch da. Dennoch ärgert sch die junge Frau. Viel Geld für Fahrkarten habe sie das gekostet. Sie habe, um das Auto überhaupt abholen zu können, extra eine Tageszulassung beantragen müssen. 13 Euro bei der Behörde plus zehn Euro für das Nummernschild kostete das. Einmal noch habe die Zulassungsstelle ihr eine zweite Tageszulassung gegeben, damit sie einen wichtigen Termin besuchen konnte. Wieder 13 plus zehn Euro Kosten für das neue Schild. Die Versicherung spielte danach auch nicht mehr mit, denn sie akzeptiert Tageszulassungen jeweils nur für maximal fünf Tage. Mühlhausen war schon drauf und dran, den Fahrzeugbrief als verloren aufbieten zu lassen, um einen neuen ausgestellt zu bekommen. Hätte noch einmal 68 Euro gekostet. Von den vielen Unannehmlichkeiten mit Kinderwagen in öffentlichen Verkehrsmitteln und abgesagten Terminen ganz zu schweigen. "Einen Haufen Geld und einen Wust an Papierkrieg hat mich das gekostet", sagt Mühlhausen - und ist doch froh, dass der Brief schließlich ankam.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen