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Göttingerinnen verbitten sich Verhaltenstipps

Marktumfrage Göttingerinnen verbitten sich Verhaltenstipps

Die Aussage der Kölner Bürgermeisterin Henriette Reker (Parteilos), Frauen sollten eine Armlänge Abstand zu Fremden halten, sorgt momentan für hitzige Diskussionen. Das Tageblatt hat auf dem Wochenmarkt nachgehakt, was die Göttingerinnen von der Debatte um Reker und ihren Rat an Frauen halten.

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Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat mit ihren Äußerungen für hitzige Diskussionen gesorgt.

Quelle: dpa

Lena Bunte aus Rosdorf findet den Ratschlag Rekers wenig hilfreich, denn Frauen sollten sich kleiden und bewegen können, wie sie wollen. Außerdem hätte es ihrer Meinung nach mehr Polizeipräsenz geben müssen bei den Vorfällen in Köln, als Frauen von Männergruppen bedrängt und sexuell genötigt worden waren.

Nina Marie Starre aus Göttingen hat von der Diskussion nur am Rande gehört. Allerdings hält sie den Ratschlag Rekers für unnütz. Es solle keine Verhaltensregeln für Frauen geben, sagt sie. Schließlich seien die nicht Schuld an den Übergriffen.

Anika Gallert aus Grone hat von der Empörungswelle über Kölns Bürgermeisterin nur wenig mitbekommen. Den Ratschlag an sich kann sie jedoch nachvollziehen. „Geh nie mit Fremden“, habe schon ihre Mutter zu ihr gesagt.

„Es ist albern“, sagt Marlene Staab aus Ahlbershausen zu der Diskussion. Einerseits sei in einer gefährlichen Situation solch eine Distanz nicht immer einzuhalten. Andererseits sei es im Alltag selbstverständlich, genügend Abstand zu Fremden einzuhalten. Dazu bedürfe es ihrer Meinung nach keinen gesonderten Ratschlag. „Die Aussage Rekers ist zu verkürzt und müsste differenzierter im Kontext betrachtet werden“, erläutert sie weiter.

In der Silvesternacht wurden mehrere Frauen in Köln Opfer sexueller Übergriffe. Kölns Bürgermeisterin Reker hatte Frauen geraten, dass es immer eine Möglichkeit sei, „eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft“. Darauf folgte Empörung in den sozialen Medien. Reker erwiderte in einer Pressemitteilung, dass sie verkürzt dargestellt worden sei. bl

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