Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Golfplatz, Groner Tor, Ground Hero

Wochenendkolumne Golfplatz, Groner Tor, Ground Hero

Hasch als Kolumnenthema fällt aus, hat Kollege Wätzold schon sauber vom Hof gebracht. Keine Aufreger mehr in der Stadt? Golfplatz? Offenbar Grabesstille. Groner Tor? Läuft. Sagen die, die's als Projekt vorantreiben. Ernst-August-Platz? Ground Hero? Denkmal für die Göttinger sieben bis acht? Grundsteinlegung terminiert. Läuft. Habe ja auch in den sozialen Netzwerken lange genug herumgemault. Das wird's ganz sicher beschleunigt haben.

Voriger Artikel
Nikolausberger Ortsrat diskutiert über zweite Zufahrtsstraße
Nächster Artikel
Tempo-60-Schilder am Zubringer in Göttingen verboten

Christoph Oppermann

Quelle: GT

Um meinen Lieblingsbären ist's auch ziemlich ruhig geworden, was mich besonders betrübt. Keine Gernhardt-Kreatur als Denkmal bislang, und nach Harry Rowohlts Ableben wäre noch eine weitere Bärendenkmalsstelle zu vergeben. Wir kommen nicht hinterher. Dezidierte Meinungsäußerungen in Leserbriefform sind in dieser Woche auch Mangelware, was meine Eingangsbeobachtungen untermauert. Klingt nach Sommerloch. Gut. Sommer ist jetzt eher theoretischer Natur und als Begriff etwas weit hergeholt.

 

Als Neuer, der noch kein komplettes Jahr in dieser Stadt verbracht hat, will ich ja wissen, wie die Menschen hier "ticken". Um das herauszubekommen, habe ich jetzt mal eine Menge Menschen angeschrieben. Per WhatsApp. Jetzt weiß ich zumindest, dass denen unser neuer Service gefällt. Jeden Tag gegen 18.30 Uhr ein kostenloses Nachrichten-Update direkt aufs Smartphone. Haben Sie noch nicht? Einfach die Nummer 0160 90660911 in Ihrem Gerät speichern und dann  bei dieser Nummer den Tageblatt-WhatsApp-Service bestellen. Und wenn Sie schon dabei sind - schreiben Sie doch netterweise gleich in ein, zwei Stichworten, wenn Ihnen ein Thema fehlt.

 

Wo war ich doch? Sommerloch. Scheint wirklich so wenig Aufregung derzeit zu geben, dass sogar der örtliche IS-Sympathisant die Biege gemacht hat. Ich will jetzt nicht schreiben: übern Jordan gegangen, aber streng genommen ist's ja so.

 

Wenn meine Beobachtung stimmt, und jedwedes Projekt in dieser Stadt zunächst einmal einen Meinungstaifun auf sich zieht und anschließend nach kurzer, unterhaltsamer Aufregung einfach realisiert wird, komme ich mal mit einer weiteren Gestaltungsidee: Ich hätte gern eine Skulpturen-Satire-Kremlmauer. Ein Open-Air-Pantheon der Komischen Kunst, wo wir allen Großen, ohne die wir jetzt den alltäglichen Irrsinn bewältigen müssen, huldigen können: Robert Gernhardt, F. K. Waechter, Chlodwig Poth, Bernd Pfarr, Volker Kriegel, Harry Rowohlt. Aber erst, wenn ich am Ground Hero meinen Ernst-August-Platz bekommen habe. Was meinen Sie? Sie können mir ja jetzt auch per WhatsApp schreiben. Oder per Mail. Oder auf Twitter.

 

Christoph Oppermann

c.oppermann@goettinger-tageblatt.de

@tooppermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis