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Golfplatz bleibt weiter auf Abstellgleis

Verwaltung scheitert mit neuem Vorstoß Golfplatz bleibt weiter auf Abstellgleis

Vorerst gescheitert ist der Versuch der Göttinger Stadtverwaltung, doch weiter über einen Golfplatz bei Geismar zu diskutieren. Mit Mehrheit hat der Umweltausschuss des Rates den Vorstoß abgewiesen, er will das Projekt vorzeitig beerdigen. Damit könnten auf die Stadt Forderungen in Höhe von 690.000 Euro zukommen.

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Seit Monaten gibt es Streit um einen Golfplatz bei Geismar: Nun ist die Verwaltung mit einem neuen Vorstoß gescheitert.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Seit Monaten wird in Göttingen hitzig über einen Golfplatz südlich von Geismar gestritten. Die Idee ist im städtischen Sportkonzept verankert. Und neben vielen anderen Dingen wollte die Verwaltung das Projekt in einem neuen Flächennutzungsplan für die ganze Stadt aufnehmen. Dieser Plan wird seit Monaten diskutiert – auch in Bürgerforen. Ob darin am Ende tatsächlich ein Golf-Areal ausgewiesen und dann auch noch genehmigt wird, sei offen, betonen Stadt und die Rats-SPD immer wieder.

 
Von Beginn an hat sich allerdings eine starke Gegenbewegung formiert. Umweltinitiativen und Bürger aus dem Bereich Geismar wollen das Gelände als naturnahes Erholungsgebiet und Ackerland belassen. Im Sommer überreichten sie dem Rat mehr als 6000 Protestunterschriften. Inzwischen haben sich außer der SPD alle Fraktionen gegen den Golfplatz positioniert. Und sie forderten, ihn sofort und ganz aus dem Flächennutzungsplan zu streichen.

 
Das wollte die Verwaltung jetzt erneut verhindern. Sie will die stadtweite Flächenentwicklung bis zu einer Entscheidung „ganzheitlich und ausführlich“ diskutieren, erklärte Stadtbaurat Thomas Dienberg. Dazu sollten auch die noch ausstehenden Bürgerforen abgewartet werden. 

 
Grüne und CDU sehen dafür keinen Anlass, „es gibt keine neuen Erkenntnisse“, sagte Sabine Morgenroth (Grüne). In der Abstimmung wurde die Vorlage der Verwaltung dazu abgelehnt. Weiter verfolgen soll die Verwaltung den Vorschlag für einen Grüngürtel am südlichen Stadtrand.

 
In den Debatten unberücksichtigt blieb bisher der Hinweis der Verwaltung zu finanziellen Folgen: Vor sechs Jahren hatten die Stadt und ihre Sport und Freizeit GmbH (GöSF) Land bei Geismar gegen das einstige Stadtbadareal getauscht – schon mit Blick auf einen Golfplatz. Die Stadt hat das Gelände dann verkauft, am Leinebogen stehen heute Geschäfts- und Wohnhäuser. Die GöSF könnte jetzt für die Flächen bei Geismar eine Rückabwicklung fordern – und von der Stadt etwa 690 000 Euro verlangen. „Könnte“, bestätigte GöSF-Chef Alexander Frey, ohne weiter darauf einzugehen. Das Thema wird auch noch im Bauausschuss und Rat behandelt.

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