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Gothaer Haus in Göttingen: Abriss für den Sägezahn?

Verwaltung schlägt Bebauungsplan vor Gothaer Haus in Göttingen: Abriss für den Sägezahn?

Die Zukunft des Gothaer Hauses an der Weender Straße 80 ist weiterhin ungewiss. Doch die Verwaltung will auf mögliche Veränderungen auf dem Gelände zwischen Jüdenstraße, Weender Straße und Oberer Karspüle vorbereitet sein. Stadtbaurat Thomas Dienberg kündigte im Bauausschuss die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal an, das sich im Besitz der Stadt und eines Immobilienfonds befindet.

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Zwar gebe Interessenten, doch der Grundriss des Gebäudes soll nicht mehr zeitgemäß sein.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Derzeit sucht die mit der Entwicklung des Gebäudes beauftragte Firma Atos Asset Management aus München einen Käufer für das 1975 gebaute Haus. Zwar gebe es Interessenten, aber der Grundriss des Gebäudes sei nicht mehr zeitgemäß, hatte Aros-Sprecher Hartmut Schulz Mitte Januar gesagt. Vor diesen Hintergrund machte Dienberg am Donnerstag deutlich, dass auch ein Abriss des »Sägezahns« nicht ausgeschlossen sei.

Als künftige Nutzungen auf dem Gelände sollen weiterhin Einzelhandel, Dienstleitungen und Wohnen möglich sein, sagte Stadtplanerin Karen Hoffmann. Die Rahmenbedingungen an der Stelle seien aber schwierig. So müsste etwa für ein neues Gebäude, das in der Nachbarschaft von historischer, kleinteiliger Bebauung und »Klötzen« steht, das richtige Maß gefunden gefunden. Auch die Nachbarschaft zum Kindergarten der Reformierten Gemeinde sei zu bedenken. Zudem bilde das Gelände den Zugang zur Fußgängerzone an einer »komplexen Kreuzung« mit Busverkehr, vielen Radfahrern und Fußgängern.

Ulrich Holefleisch (Grüne) und Patrick Humke (Linke) sprachen sich für die Schaffung von Wohnraum aus. »Bezahlbar und barrierefrei«, fordere Humke. Holefleisch mahnte, dass nicht »zuviel« Einzelhandelsfläche entsteht. Einigkeit herrschte bei den Baupolitiker, dass der kleine öffentliche Platz an der Ecke zur Oberen Karspüle erhalten bleibt.

Bereits 2011 hatte Atos millionenschwere Investitionen in das Gebäude angekündigt. Trotz der attraktiven Lage blieb ein Ankermieter bislang aus.

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