Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Grabeland für Wohnungsbau?

Anfrage der Grünen Grabeland für Wohnungsbau?

Im Stadtgebiet gibt es derzeit 217 000 Quadratmeter sogenanntes Grabeland. Die Ratsfraktion der Grünen hat jetzt die Verwaltung gefragt, ob die insgesamt 549 Einzelparzellen für Wohnungsbau und Quartiersentwicklung genutzt werden können.

Voriger Artikel
Osterhasen in den Supermärkten
Nächster Artikel
Anfragen aus Südtirol für Fortbildungen

Grabeland, wie hier nördlich von Groß Ellershausen, darf nur mit einjährigen Pflanzen bestellt werden.

Quelle: Foto: Wenzel

Göttingen. Im Gegensatz zu Kleingärten darf Grabeland nur mit einjährigen Pflanzen bestellt werden. Gartenlauben dürfen dort überhaupt nicht errichtet werden. Zwar werden die Pachtverträge für Grabeland auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, dies aber mit einer halbjährigen Kündigungsfrist, sollte die Stadt die Parzellen für andere Zwecke verwenden wollen.

Das städtische Grabeland sei „im und um das gesamte Stadtgebiet verteilt“, erklärt die Stadtverwaltung auf die Anfrage der Grünen. So gibt es Grabeland unter anderem im Bereich Treuenhagen, in der Nordstadt, in Weende, im Groner Industriegebiet und zwischen Groß Ellershausen und Hetjershausen. Dazu gebe es noch Grabeland, das sich nicht in städtischem Besitz befindet.

Grabeland, erklärt die Stadtverwaltung weiter, sei nicht automatisch von einer Nutzung  für die Stadtentwicklung ausgeschlossen. Es handele sich in der Regel um Flächen, für die „langfristig eine andere Nutzungsart geplant ist“. Alle für eine Stadtentwicklung geeigneten Flächen würden mit Blick auf Kriterien wie Lage, Erschließung oder Infrastruktur erfasst und auf ihre Eignung bewertet.

Das Göttinger Grabeland, so die Antwort der Stadt weiter, weise „für eine Wohnnutzung sehr unterschiedliche Eignung auf“. Eine abschließende Bewertung der einzelnen Flächen sei derzeit nicht möglich, „da die differenzierte Betrachtung dieser Flächen nach ökologischen, naturschutzfachlichen und sozialen Aspekten nicht vorliegt“.

Zwar seien für eine Neunutzung die Ausweisung von Ersatzflächen nicht notwendig, aber die Stadt habe dennoch Vorstellungen, wo neues Grabeland ausgewiesen werden könne. Sie nennt Bereiche an der Lotzestraße, nördlich der Stegemühle und die südliche Feldmark. Im Landschaftsplan seien diese Bereiche als Entwicklungsflächen für Garten- oder Grabelandnutzung vermerkt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“