Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Gräber in Göttingen sind relativ teuer

Tag des Friedhofs Gräber in Göttingen sind relativ teuer

In Göttingen sind Gräber besonders teuer. Auch Bremer zahlen in diesem Jahr mindestens 10 Prozent mehr für ein Reihen- oder Urnengrab. Immer mehr Menschen lassen sich aber auch unter einem Baum bestatten.

Torhaus auf dem Stadtfriedhof in Göttingen

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Gräber auf Göttinger Friedhöfen sind vergleichsweise teuer. Laut Verbraucherinitiative Aeternitas kostet ein Reihengrab rund 3400 Euro. Auch andernorts seien die Preise gestiegen, teilte die Verbraucherinitiative mit.

In Bremen sei der Tod deutlich teurer geworden, heißt es in einer Mitteilung vom Wochenende: Vor einem Jahr mussten für ein Reihengrab noch 2161 Euro gezahlt werden, in diesem Jahr ist der Preis um zehn Prozent angestiegen. In Niedersachsen sind die Gebühren je nach Stadt äußerst unterschiedlich - vergleichsweise teuer ist es in Göttingen, wo ein Reihengrab laut Verbraucherinitiative Aeternitas rund 3400 Euro kostet. In Salzgitter werden dafür nach Angaben der Stadtverwaltungen knapp 730 Euro fällig, in Soltau rund 554 Euro und in Nordhorn sogar nur 140 Euro.

Unterschiedliche Gebührenzusammensetzung

Grund für die großen Unterschiede ist unter anderem eine unterschiedliche Zusammensetzung der Gebühren, wie der Pressesprecher der Stadt Göttingen, Detlef Johannson, erläuterte. In Göttingen sei in dem Betrag beispielsweise die Abräumung des Grabsteins nach Ende der Nutzungszeit enthalten. Die Kosten für ein Reihengrab in Hannover liegen laut Aeternitas bei 1966 Euro.

In Bremen liegen die steigenden Kosten für Gräber nach Angaben der Sprecherin des Umweltbetriebs Bremen, Kerstin Doty, daran, dass die Friedhofe ein wirtschaftliches Defizit haben. Es gebe inzwischen weniger herkömmliche Begräbnisse, weil andere Bestattungsformen beliebter würden.

Baumbestattung im Trend

Im Trend liege derzeit vor allem die Baumbestattung, sagt der Sprecher von Aeternitas, Alexander Helbach. „Vielen Menschen gefällt der Gedanke der Naturnähe.“ Ein weiterer Vorteil sei, dass die Grabpflege für Hinterbliebene entfalle. Oft könnten Angehörige eine Pflege der Grabstelle aufgrund von weiten Entfernungen nicht mehr garantieren, berichtet der Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Bestatter, Stephan Neuser. Nach Angaben von Aeternitas gibt es in Niedersachsen mittlerweile circa 40 Friedwälder und andere Friedhöfe, wo eine Baumbestattung möglich ist. Die Stadt Hannover bietet diese Alternative für rund 2200 Euro an.

In Bremen gibt es seit 2015 außerdem die Möglichkeit, die Asche von verstorbenen Angehörigen im eigenen Garten zu verstreuen. Das ist in Deutschland einmalig. Bisher wurden in Bremen 84 Anträge auf diese Bestattungsform genehmigt, erzählt Kerstin Doty. Die Bremer müssten sich erst an diese unkonventionelle Art der Bestattung gewöhnen. Dafür sei die Variante besonders günstig: Die Kosten für die Ausbringung der Totenasche liegen bei 356 Euro. dpa

Das Programm zum Tag des Friedhofs in Göttingen ist hier zu finden: http://www.friedhofsgaertner-infosystem.de/modules/program/file_get.php?id=130

Von Mareike Klohr

Die Bilder der Woche vom 4. bis 10. November 2017