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„Great Fun“ an Barrikaden mit Wasser und Schlammbad

Großes Schüttenhoff „Great Fun“ an Barrikaden mit Wasser und Schlammbad

Viel Wasser, ein Autowrack und Erdbeertorte spielten  beim Barrikadenstürmen im Zuge des Großen Schüttenhoff in Nörten-Hardenberg eine Rolle. Bei sommerlichem Wetter waren die meisten Nörtener und unzählige Schaulustige aus der Region auf den Beinen.

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Erste Barrikade: Der Apfel ist im Eimer. 

Quelle: Peter Heller

Nörten-Hardenberg. Um 12 Uhr heult am Markt in Nörten die Sirene – Startzeichen zum Barrikadensturm. „Ich denke, Ihr werdet das schon machen“, setzt Major Hubertus Nülsen sein Vertrauen in die „todesmutigen“ Pioniere, die gleich ihre erste Aufgabe lösen müssen. „Marketenderin“ Olav Opolka lässt unter dem Rock das ungeschriebene Motto für alles weitere blitzen: Auf der schwarzen Wäsche steht  „Great Fun“. Fleißig feilscht er mit dem Major um Zeit und Preis für die Schanze. Und dann müssen 15 Pioniere je einen Apfel ohne Hände aus einem Wasserfass schnappen. Schwerer fällt es ihnen, das Sudoku zu lösen. Und doch bekommen die Marktfrauen das Lied „Ich habe mich ergeben“ zu hören.

Mit dem trojanischen Pferd Hektor ganz aus Holz – um seine lebenden Kollegen zu schonen – reiht sich der Beritt auf dem Weg zum Schloss Hardenberg ein. Graf, Gräfin und Sohn thronen auf einem Autowrack. Die Aufgabe: Die „Pios“ sollen das Fahrzeug um den Schlossteich tragen und an jeder Ecke ein Rad montieren. Das Lenkrad müssen sie noch suchen und das Auto fahrtüchtig zum Startpunkt bringen. Da bewährt sich ihr Gerätewagen. Während drei Mann das schnell entdeckte Lenkrad mit Leitern vom Dach der Schmiede holen, zerren die anderen das amputierte Auto auf Wagenhebern über den Schlosshof – die unfreiwillige Dusche inbegriffen. Innerhalb von einer Viertelstunde verdienen sich die Pioniere die Getränke für den Abend. Wer noch nicht nass ist, wird das bei der nächsten Aufgabe. Die Zutaten für ein Königsfrühstück hängen am geschmückten Baum im Schlossteich.

An der Lämmerweide müssen die Pioniere zehn Dinge im Schlammbad ertasten. Dort wird nicht nur mit Wasser geworfen. Bei den Kirchhoffrauen müssen sie Bügelperlen stecken und den Damen Kaffee servieren. Hier fliegt filmreif die Erdbeertorte. Aus dem Nichts entsteht plötzlich ein wildes Gerangel, der Pio-König soll gekidnappt werden. Doch seine Truppe verteidigt ihn tapfer. Alle Blessuren, die in dem bewegten Festumzug entstehen, werden von den  sogenannten Sanitätern festgerecht verarztet. Und die dreizehn Gerechten vom Kriegsgericht ahnden alle Missetaten.

Mit dem Marktgericht ab 10 Uhr auf dem Markt geht das Traditionsfest heute seinem Ende entgegen. Um 19 Uhr wird dort der Schüttenhoff begraben.  Ute Lawrenz

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