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Grimms Märchen mehr als unterhaltsame Kindergeschichten

Universität des dritten Lebensalters Grimms Märchen mehr als unterhaltsame Kindergeschichten

Die Wintersemester-Auftaktveranstaltung der Universität des Dritten Lebensalters (UdL) stand im Zeichen der Göttinger Literaturgeschichte. Hans-Jörg Uther, Professor für Germanistik, referierte am Montag vor rund 150 über 50-Jährigen über die seit 200 Jahren bekannten „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm.

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Gut gefüllter Hörsaal: Hans-Jörg Uther (links) referiert über „Kinder- und Hausmärchen“.

Quelle: CR

Göttingen .  „Die Märchensammlung ist neben der Luther-Bibel das bekannteste Werk der deutschen Kulturgeschichte“, erklärte Uther. Einige Exemplare seien 2005 ins Weltdokumentenerbe der Unesco aufgenommen worden.

Die Märchen seien nicht allein als unterhaltsame Kindergeschichten aufzufassen, so Uther weiter: „Hausmehrlein sind gedacht als Anleitung zu christlicher Erziehung.“ Uther lehrt seit mehreren Jahrzehnten an der Uni Göttingen und kann auf zahlreiche Publikationen im Bereich der Literaturwissenschaft und Erzählforschung zurückblicken.

UdL-Mitglied Renate Jenssen besucht regelmäßig vom Verein angebotene Veranstaltungen zu Literatur, Musik und Sport. „Eigentlich möchte ich immer wieder reduzieren, da der Zeitaufwand sehr groß ist“, sagte die 63-Jährige. Doch das Angebot sei so interessant, dass sie überlege, ihren persönlichen Vorlesungsplan um Kunst oder Geschichte zu erweitern. Herbert Deutsch ist ebenfalls UdL-Mitglied und erklärte:

„Natürlich schreiben wir keine Prüfungen, und es kontrolliert auch niemand unsere Anwesenheit. Doch die moralische Verpflichtung, regelmäßig zu den Veranstaltungen zu gehen, ist bei uns UdLern meist größer als bei jungen Studenten.“

Knapp 100 Dozenten der Uni Göttingen bieten für UdL-Mitglieder wöchentliche Vorlesungen, Seminare und Übungen in unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten an. Das Veranstaltungsangebot reicht von Kunst und Literatur über Umwelt und Ökologie bis hin zu Politik und Jura.

vs

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