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Groner Ortsrat will Kleingärten schützen

Wohnungsbau Groner Ortsrat will Kleingärten schützen

Mit großer Mehrheit hat sich der Ortsrat in Grone am Donnerstag für die Erhaltung von Kleingärten in Kleingartenkolonien ausgesprochen. In einer entsprechenden Anregung der SPD-Fraktion wird die Verwaltung aufgefordert, sich zu dem Thema zu positionieren.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Grone/Göttingen. Die von den Grünen im Rat erneut angestoßene Diskussion über ein Umwandlung von Kleingärten in Flächen für den Wohnungsbau habe die Bürger verunsichert, sagte Bern Grunewald (SPD). Für die Bürger im innerstädtischen Bereich hätten die Gärten als „grüne Lunge“ eine große Bedeutung. Hier würden soziale Kontakte gepflegt und sich vom Alltagsstress erholt. „Deshalb müssen die Kleingartenkolonien weiterhin fußläufig erreichbar sein“, sagte Grunewald. Maria Gerl-Plein, Ortsratsmitglied und Mitglied der grünen Ratsfraktion, wies daraufhin, dass angesichts fehlenden Wohnraums Flächen dringend benötigt würden. Es gehe darum, langfristig zu planen und nicht darum, jemandem kurzfristig etwas wegzunehmen. Wie die anderen Ortsratspolitiker stimmte sie der SPD-Anregung aber zu. Nur Hans-Henning Eilert enthielt sich.

Unterdessen verweist der grüne Ratsherr Ulrich Holefleisch auf das 2007 vom Rat verabschiedete städtebauliche Leitbild. Dort heißt es: „In städtebaulich integrierten Lagen müssen Kleingärten und Grabeland als Erholungs- und Grünflächen bestehen bleiben. Im besonderen begründeten Einzelfall können Kleingartenanlagen und Grabelandflächen dann als Wohnbauland erschlossen werden, wenn wichtige städtebauliche Entwicklungsziele dadurch umgesetzt werden können (zum Beispiel Bereitstellung ergänzender Wohnangebote in städtebaulich integrierter Lage). Geeignete Ersatzflächen werden an den Stellen des Stadtgebiets angelegt, wo Stärkungen der grünräumlichen Gliederung und Vernetzung besonders wünschenswert sind.“ Die Grünen im Rat hatten im Dezember die Diskussion um Kleingärten erneut entfacht und gefordert bei der aktuellen Suche nach möglichen Neubauflächen auch Kleingärten und Grabeland zu bewerten.

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