Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Groner Straße Göttingen: Verengung führt zu Stau

Busse im Nadelöhr Groner Straße Göttingen: Verengung führt zu Stau

Seit Mittwochmorgen läuft der Probebetrieb: Testweise hat die Stadtverwaltung die Groner Straße westlich der Zindelstraße auf einer Länge von 24 Metern auf eine 3,50 Meter Fahrbahn verengt. Mit erheblichen Auswirkungen für den morgendlichen Bus- und Anlieferverkehr.

Voriger Artikel
Bundesgerichtshof kippt Urteil des Landgerichts Göttingen
Nächster Artikel
Verurteilt nach dem Nähmaschinen-Trick

Nadelöhr Groner Straße: Wo sonst zwei Busse nebeneinander her passen, ist bis Freitag nur noch Platz für einen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Das ist doch totaler Bullshit“, kommentierte ein genervter Paketzusteller die Situation.

Mit seinem Transporter saß er zwischen Absperrbaken, haltenden Linienbussen und einem Lkw, der den Supermarkt in der Straße beliefert, fest. Wutentbrannt räumte er selbst einige der Baken weg, bis ihn Mitarbeiter des städtischen Bauhofs davon abhalten konnte.

 


 

Hinter ihm stauten sich die Busse und Lieferfahrzeuge bis zur Kreuzung der Groner mit Zindel- und Nikolaistraße. Passanten gingen kopfschüttelnd vorbei. „Wer hat sich das nur ausgedacht?“, fragte ein junge Mann.

Die Stadtverwaltung nach Anregungen von Bürgern. Diese hatten in einer Info-Veranstaltung zum geplanten Umbau des westlichen Teils der Straße in 2016 die Verengung zwischen den beiden Bushaltestellen von fünf auf 3,50 Meter vorgeschlagen. Dadurch, so ihre Idee, könnte unter anderem mehr Platz für Fußgänger und den Anlieferverkehr entstehen.

Werktags fahren morgens mehr als 30 Busse Stunde durch die Groner Straße. Pro Tag sind es mehr als 450.

„Sobald der Lieferverkehr da ist, geht nichts mehr. Sonst läuft der Verkehr eigentlich gut“, kommentierte Verkehrsmeister Manfred Rink von den Göttinger Verkehrsbetrieben am Morgen die Situation.

Bei Anne Engelmann in der GöVB-Zentrale gehen Rinks Beobachtungen, die seiner Kollegen und die der Fahrer ein. Recht „unterschiedlich“ seien die Rückmeldungen, sagte Engelmann. „Die Busse fahren sich Verspätungen ein.“ Die GöVB seien von vornherein skeptisch gewesen. Sie werden nun den Testlauf dokumentieren und die Auswirkungen der Stadtverwaltung mitteilen.

Noch bis Freitag soll der Versuch laufen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016