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Eine Kugel für die Groner

Göttingen Eine Kugel für die Groner

Gunnar Nolte ist stolz auf seine Arbeit. Fast zehn Monate hat der Bauarbeiter am Umbau der Groner Straße in Göttingen mitgearbeitet. Am Mittwoch hat Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) die sanierte Einkaufsstraße offiziell eröffnet.

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Quelle: Markus Hartwig

Göttingen. Hell strahlt der Striegauer Granit in der Sonne. "Es erfüllt einen schon mit Stolz, wenn man sieht, was man in den vergangenen Monaten geleistet hat", sagte Nolte und ließ den Blick von einem Ende des sanierten Straßenabschnitts zum anderen wandern.

2.600 Quadratmeter Pflaster haben Nolte und seine Kollegen von der Firma RST Bau in den vergangenen zehn Monaten links und rechts der ebenfalls erneuerten Fahrbahn verlegt. "Schön glatt sei das neue Pflaster, lobte Ratsfrau Felicitas Oldenburg (FDP).

"Das kann sich sehen lassen", sagte Köhler und nannte die Sanierung "gelungen". In "Rekordzeit" sei sie erfolgt - statt geplant 13 habe sie nur zehn Monate gedauert. Köhler betonte, dass es richtig gewesen sei, mit der Sanierung der Groner Straße begonnen zu haben und den "City-Umbau" nicht, wie zunächst vorgesehen, mit der nördlichen Weender Straße fortgesetzt zu haben.

2,7 Millionen Euro hat der Umbau der Groner Straße zwischen Nikolaistraße und Papendiek gekostet. Davon entfallen 1,2 Millionen auf Leitungsarbeiten: Mehr als 1.100 Meter Kanäle wurden erneuert. "Wir haben an der Oberfläche mehr Chic und mehr Service. Ebenso wichtig ist es aber, auch in die Infrastruktur zu investieren", sagte Köhler. Etwa in 15 Straßenlampen, die nicht nur neu sind, sondern auch nach Köhlers Angaben 88 Prozent Energie einsparen. In dem sanierten Abschnitt stehen nun neun statt zuvor vier Bänke, es gibt 88 Plätze für Fahrräder, Rippenplatten leiten Blinde, die Außengastronomie hat mehr Platz, der Verkehr rollt über 1.700 Quadratmeter neuen, hellen Asphalt und vier Spielgeräte, darunter eine der Drehkugeln aus der Weender Straße, stehen in der Straße.

City-Managerin Frederike Breyer war erleichtert, dass der Umbau so zeitig abgeschlossen ist. "Der Innenstadtumbau ist wichtig", sagte sie. Gleichzeitig hätten Einzelhändler in der Straße aber in einzelnen Monaten Umsatzeinbußen von bis zu 45 Prozent verzeichnen müssen. Sie lobte die Kommunikation der Stadt mit Anwohnern und Händlern.

Wie Köhler sieht der Vorsitzende des Bauausschusses des Rates, Hans Otto Arnold (CDU), die Sanierung der Groner vor der Weender Straße als richtige Maßnahme. Damit sei den Händler ein attraktives Umfeld gegeben. "Wir müssen jetzt nur aufpassen, dass wir diesen positiven Effekt nicht durch Änderungen am Einzelhandelskonzept wieder zunichtemachen", sagte er mit Blick auf die Pläne, das EHK für die Ansiedlung zweier Möbelmärkte in Grone anzupassen.

Seit 2004 saniert die Stadt die Innenstadtstraßen. 33.000 Quadratmeter Pflaster und Straßen sind saniert, neun Kilometer Kanäle verlegt und zusammen 25,5 Millionen Euro investiert worden. Begonnen hat der Umbau in der Langen-Geismar-Straße. Als nächstes stehen die Rote Straße West und die südliche Jüdenstraße an.

Bauarbeiter Gunnar Nolte freute sich, dass der Oberbürgermeister in seiner Ansprache seine und die Arbeit seiner Kollegen lobte. "Auch das macht mich stolz", sagte Nolte.

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