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Große Verunsicherung bei Eltern

Standorte von Kindertagesstätten Große Verunsicherung bei Eltern

Große Verunsicherung bei rund 30 Müttern und Vätern in der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses zum Thema Kindertagesstätten. „Was ist geplant, was ist beschlossen?“ Eine Mutter: Sie habe mit ihrem Mann ein Haus in Hardegsen gekauft. Wenn ihr Kind drei Jahre alt sei, wolle sie es nicht nach Gladebeck fahren, nur weil es in Hardegsen keinen Platz im Kindergarten gebe.

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Quelle: dpa

Hardegsen. Der Hintergrund: Im evangelischen Kindergarten soll laut Verwaltungsausschuss im Hagenhaus eine dritte Krippengruppe eingerichtet werden. Doch an diesen Beschluss ist ein weiterer gekoppelt: Wenn wegen sinkender Kinderzahlen eine Gruppe schließen muss, soll der evangelische Kindergarten dran glauben. Schon zum Kindergartenjahr 2013/14 sollte es nach ersten Prognosen so weit sein.

Nun gibt es wieder neue Zahlen. Im Kindergartenjahr 2013/14 gebe es nach derzeitigem Stand 229 anspruchsberechtigte Kinder, berichtete der stellvertretende Bürgermeister, Heiko Gerhardy. Erfahrungsgemäß sei eine Nachfrage in Höhe von 86 Prozent zu erwarten. Das entspricht etwa 199 Plätzen, die die Stadt derzeit vorhält. Der Gedanke, eine Gruppe zu streichen, sei bereits verworfen, sagte Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos). Nach Möglichkeit sollen alle fünf Standorte – zwei in Hardegsen, je einer in Hevensen, Hettensen und Gladebeck – erhalten werden.

Schwieriger als für die Kindergärten ist laut Gerhardy eine Prognose zu den benötigten Krippenplätzen. Für 93 Kinder – nach derzeitigem Stand – hätten Eltern im August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Mit der geplanten dritten Krippengruppe verfügt die Stadt über 45 Krippenplätze zuzüglich 18 Plätzen in altersgemischten Gruppen.

Frühestens ab dem Kindergartenjahr 2013/14 solle die evangelische Kindertagesstätte ihr Angebot von drei auf zwei Gruppen reduzieren, empfahl der Ausschuss einstimmig. Zur Planungssicherheit der Eltern soll bis 2017 ein Bedarfsplan erstellt werden. Am 26. November entscheidet der Verwaltungsausschuss. Die Idee der Elterninitiative Kinderkiste, eine Großtagespflegestelle für zehn Kinder einzurichten, nahm das Gremium zur Kenntnis.

Von Ute Lawrenz

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